Perspektiven für Frauen entwickeln

Markt / 31.05.2015 • 20:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Engagierte abz-austria-Diskussionsrunde zum Thema „Chancengleichheit durch Beratung und Personalpolitik“.  Foto: Mittelberger
Engagierte abz-austria-Diskussionsrunde zum Thema „Chancengleichheit durch Beratung und Personalpolitik“. Foto: Mittelberger

Frauenberufszentrum zieht  am fünften Geburtstag eine Bilanz. Diskussion zur Lage am Arbeitsmarkt

Bregenz. (VN) „5220 Frauen sind in Vorarlberg arbeitslos gemeldet“, erklärt Kamila Simma-Gaupp-Berghausen, Frauenreferentin des Arbeitsmarktservice Vorarlberg. „Es braucht Institutionen wie abz austria, die mittels Kompetenzbilanzierung und an der Schnittstelle zur Wirtschaft Perspektiven für die Frauen entwickeln“, betont Simma deshalb bei der Feier anlässlich des fünften Geburtstages des Frauenberufszentrums des abz austria, das in Vorarlberg an drei Standorten vertreten ist. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Drei Monate nach Beratungsende haben bereits 46 Prozent der Kundinnen von abz austria einen Arbeitsmarkterfolg vorzuweisen.

„Es ist ein guter Anlass, um zu feiern, gleichzeitig wollen wir aufzeigen, was es noch alles zu tun gibt“, erklärte abz-austria-Geschäftsführerin Daniela Schallert anläßlich der Feier, die selbstverständlich dazu genutzt wurde, auf die künftigen Aufgaben des Berufszentrums aufmerksam zu machen. Das taten Schallert, die das Thema „Aktives Auszeiten- und Karenzmanagement“ in den Mittelpunkt ihres Vortrags stellte, und Susanne Feigl, die Zahlen, Daten und Fakten aus dem Bericht zur Gleichstellung in Vorarlberg vortrug. „Frauen haben in Sachen Ausbildung die Männer längst eingeholt, außerdem gibt es eine kontinuierliche Zunahme an erwerbstätigen Frauen. Trotzdem kommt es kaum zu einer Annäherung bei den Einkommensunterschieden“, stellte sie fest.

Als einziger Mann bei der Podiumsdiskussion sprach Andreas Stieger, Leiter des Personalmanagements der Raiffeisenbank Vorarlberg, die Elternteilzeit an: „Es gibt keine Untergrenzen für die Wochenstunden, die gearbeitet werden müssen, da muss man auch Lösungen zur Kenntnis nehmen, die betriebswirtschaftlich nichts bringen.“