Pokalsieg fühlt sich „bekloppt“ an

Sport / 31.05.2015 • 23:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Arsenal-Spieler bei ihrer Triumphfahrt in einem offenen Doppeldeckerbus durch die Straßen von London. Foto: Reuters
Die Arsenal-Spieler bei ihrer Triumphfahrt in einem offenen Doppeldeckerbus durch die Straßen von London. Foto: Reuters

Kein Happy End für Jürgen Klopp als BVB-Trainer. Wolfsburg bejubelt Pokaldoppel.

Schwarzach. Der für eine rauschende Abschiedsparty vorbereitete Borsigplatz blieb leer. Statt Jürgen Klopp präsentierte Dieter Hecking den jubelnden Fans den begehrten DFB-Pokal – und versetzte 300 km entfernt von der Dortmunder Kultstätte Wolfsburg in einen bisher nicht gekannten Siegesrausch. „Ich bin wahnsinnig stolz darauf“, sagte der VfL-Coach nach dem 3:1-Finalsieg über den BVB. Nah an der Tränengrenze ergänzte der 50-Jährige: „Es fühlt sich total bekloppt an.“

Heckings Gefühlsausbruch nach seinem ersten Titel als Fußball-Lehrer war nicht als Spitze für seinen enttäuschten Kollegen Jürgen Klopp gedacht. Aber er skizzierte die Stimmung nach dem 72. Pokalfinale treffend: Ex-Meister Borussia hat nach 319 Vollgas-Pflichtspielen in mehr als sieben Jahren nicht nur Kulttrainer Klopp verloren, sondern auch die Position als Fußball-Macht Nummer zwei im Weltmeisterland Deutschland. Wolfsburg durfte sich über die Rekord-Pokalprämie von 3,5 Mill. Euro ebenso freuen wie die Premiere, als erster Klub Pokalsieger bei den Frauen und den Männern zu sein.

Neue Saisonbestmarke

Gejubelt wurde auch in London, Paris oder Barcelona, wo Messi, Suárez und Neymar die neue Saison-Rekordmarkte von 120 Toren aufstellten und nach dem Cupsieg weiter die Chance auf das Triple haben. In London feierten die „Gunners“ ihren Triumph.

Lionel Messi präsentiert die Cuptrophäe. Foto: ?ap
Lionel Messi präsentiert die Cuptrophäe. Foto: ?ap
Suchten gegenseitig Trost: BVB-Coach Jürgen Klopp (r.) und Mats Hummels. Foto: ap
Suchten gegenseitig Trost: BVB-Coach Jürgen Klopp (r.) und Mats Hummels. Foto: ap