Rekordsaison mit Sieg gekrönt

Sport / 31.05.2015 • 22:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Boris Prokopic (im Bild gegen Tobias Kainz) erzielte in Wr. Neustadt den Siegtreffer für Altach. Die Freude darüber war groß (unten). Fotos: gepa/
Boris Prokopic (im Bild gegen Tobias Kainz) erzielte in Wr. Neustadt den Siegtreffer für Altach. Die Freude darüber war groß (unten). Fotos: gepa/

Cashpoint Altach gewinnt in Wr. Neustadt 1:0 und schließt die Saison auf Platz drei ab.

Wr. Neustadt. Der Kapitän, Philipp Netzer (29), ist wieder an Bord und setzte dank seiner Wiedergenesung der Saison die Krone auf. Mit einer souveränen, abgeklärten und sehr engagierten Leistung feierte der Cashpoint SCR Altach bei Wr. Neustadt den 17. Saisonsieg – das ist Rekord für einen Aufsteiger. Doch der Siegtreffer von Boris Prokopic (27), der mit seinem dritten Saisontreffer den Endstand (1:0) fixierte, sorgte für weitere Rekordmarken. So wurde der Punkterekord von Aufsteiger GAK aus dem Jahre 1996 (57) ausgelöscht, die neue Bestmarke halten nun die Rheindörfler (59). Mit dem Sieg hat die Mannschaft von Trainer Damir Canadi auch das letzte große Saisonziel, Platz drei, noch erreicht.

Mit innerer Genugtuung sprach der Coach danach den Dank an alle Beteiligten im Verein aus. „Jeder einzelne in Altach kann einfach nur stolz sein.“ Und Canadi wagte mit dem Schlusspfiff auch einen Ausblick in die Zukunft: „Die Aufgaben werden nicht weniger, aber aus den Erfahrungen, die auf uns warten, können wir nur lernen.“

Alaba als Zuschauer

Der Aufsteiger hat nicht nur eine überragende Premierensaison hingelegt, mehr als nur phasenweise wussten die Altacher mit ihrer Spielart auch zu begeistern. Vor allem aber war es dieser Mannschaftsgeist, der als Antriebsfeder mithalf, die Leistung abzurufen. So auch am letzten Spieltag, als man nicht nur keine schlechte Nachrede im Abstiegsduell zwischen Wr. Neustadt und der Admira haben wollte, sondern vielmehr die eigenen Ziele vor Augen verfolgte. So wurde auch der kurzfristige Ausfall von Torhüter Andreas Lukse weggesteckt. Der 27-Jährige musste vor den Augen von Österreichs Sportler des Jahres, David Alaba, während der Aufwärmphase passen. So rückte Sebastian Brandner nach – und kam zu seinem Startdebüt in der Bundesliga. Bereits in Ried hatte der 32-Jährige seinen Premiereneinsatz in der Bundesliga feiern dürfen. In einigen Situationen konnte sich Brandner auch auszeichnen, etwa in der Schlussphase bei einem Hellquist-Kopfball, allerdings stand ihm bei einem Pfostenschuss von Kristijan Dobras (44.) auch einmal das Glück zur Seite.

Seine Vorderleute versuchten geschickt, die richtige Balance zwischen Ballhalten und schnellem Spiel in die Tiefe zu finden. Die erste Chance ergab sich dabei für Patrick Salomon schon nach 22 Minuten, doch der wiedergenesene Mittelfeldspieler scheiterte an Thomas Vollnhofer. Der Neustadt-Goalie war auch zur Stelle, als er nach einem Aigner-Pass von Mitspieler Tobias Kainz geprüft wurde (34.). Auch allein gegen Ngwat-Mahop (51.) blieb er Sieger. Erst nach einem Eckball von Felix Roth, als seine Vorderleute patzten und Prokopic „erbte“, war er machtlos (56.). Die restliche Spielzeit war für die Altacher schon fast Routine, denn Netzer und Co. ließen nichts mehr anbrennen. Am Ende verriet dann auch Prokopic das Erfolgsrezept in der über 36 Runden dauernden Meisterschaft. „Hartes Training, ein super Kollektiv und ein Trainerteam, das voll auf uns baut.“

Platz drei ist ein unglaubliches Gefühl. Wir bleiben am Boden und sind glücklich, die Quali zu spielen.

Boris Prokopic
Trost von Damir Canadi (l.) für Christoph Freitag, der unter ihm beim FC Lustenau spielte. Foto: apa
Trost von Damir Canadi (l.) für Christoph Freitag, der unter ihm beim FC Lustenau spielte. Foto: apa
Helgi Kolvidsson verspürte nach dem Abstieg eine Leere. Foto: apa
Helgi Kolvidsson verspürte nach dem Abstieg eine Leere. Foto: apa
Altachs Andreas Lienhart (vorne) deckt den Ball gegen Kristijan Dobras gut ab. Foto: gepa
Altachs Andreas Lienhart (vorne) deckt den Ball gegen Kristijan Dobras gut ab. Foto: gepa