München gedachte der Opfer des Amoklaufs

Welt / 31.07.2016 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

München. Mehr als eine Woche liegt der Amoklauf von München zurück, der Schock weicht langsam, doch die Trauer ist noch immer da. Mit bewegenden Appellen für Frieden und religiöse Toleranz haben bei einer ökumenischen Trauerfeier Angehörige, Vertreter aller Kirchen und Bürger der Opfer des Amoklaufs gedacht. Der Münchner Kardinal und Erzbischof Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm leiteten am Sonntagnachmittag die Feier im Liebfrauendom. Für den Muslimrat München sagte Dhari Hajer in einem eindringlichen Gebet, Deutschland solle davor bewahrt werden, in einen „Kreislauf des Hasses und der Gewalt“ zu verfallen.

Bundespräsident Joachim Gauck, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, sowie Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nahmen an der Trauerfeier teil. Dazu kamen zahlreiche Bundes- und Landesminister.

Der 18-jährige David S. hatte im Bereich des Olympia-Einkaufzentrums neun Menschen getötet. Anschließend erschoss er sich selbst. S. war psychisch krank. Als ein mögliches Motiv gilt sein Gefühl, in der Schule gemobbt worden zu sein.