Heftige Debatten um Harder Grundverkäufe

Vorarlberg / 16.12.2016 • 19:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Butzerhaus und Grundfläche sollen von der Strukturgenossenschaft PSG verwertet werden.  Foto: AJK
Butzerhaus und Grundfläche sollen von der Strukturgenossenschaft PSG verwertet werden. Foto: AJK

Hard. (ajk) Die Marktgemeinde Hard verkauft zwei Grundstücke im Wert von jeweils 1,8 Millionen Euro an eine Genossenschaft, an der sie selbst beteiligt ist. Diese Projekt- und Strukturentwicklungsgenossenschaft Hard eGen (PSG) soll sich um eine gute Verwertung kümmern. Den Abstimmungen in der Gemeindevertretung über den Flächenverkauf gingen hitzige Debatten voraus. Die Mehrheitspartei ÖVP mit Bürgermeister Harald Köhlmeier verwies auf Großprojekte, die finanziert werden müssen. Hard habe während der vergangenen Jahre zahlreiche Grundstücke erworben. Es sei sinnvoll, Flächen zu verkaufen, um etwa den Schulbau am See mitzufinanzieren. Dem stimmte zum Teil auch die FPÖ-Fraktion zu. Die Harder Liste und Grünes Hard hatten hingegen einige Einwände. Es sei verkehrt, wertvolle Grundstücke zu verscherbeln, nur um Budgetlöcher zu stopfen.

Kritik am Butzer-Areal-Verkauf

Für den Verkauf eines der Grundstücke an der Kreuzung Landstraße/L 202 (Rupp-Gründe) im Ausmaß von 4971 Quadratmeter gab es dennoch eine Zustimmung von 23 Ja gegen 10 Nein-Stimmen. Deutlich heftiger fiel die Kritik am Verkauf des Butzer-Areals an der Landstraße aus. Von 4465 Quadratmeter sind dort 1993 Quadratmeter als Freifläche gewidmet, im etwas desolaten Haus ist die Kleinkindbetreuung eines privaten Vereins untergebracht. Insbesondere Mag. Eva Hammerer, Grünes Hard, wetterte gegen Verkauf und Verwertung des Geländes. Im Gegensatz zur ÖVP sieht sie nur geringen Finanzbedarf für die Sanierung des Objektes. Zudem sei ein Ermittlungsverfahren in Sachen Denkmalschutz im Gange.

Ein Antrag der Grünen, den Verkauf zu vertagen, wurde mit 19 (alle ÖVP-Mandatare und zwei FPÖ-Vertreter) gegen 14 Stimmen (Grünes Hard, Harder Liste, SPÖ und 1 FPÖ) abgelehnt. 19 Ja und 14 Nein lautete dann auch der Beschluss zum Verkauf des Butzer-Areals an die PSG um 1,8 Mio. Euro.