Stuhec siegt, Scheyer Elfte

Sport / 16.12.2016 • 19:15 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Jubel bei Christine Scheyer. Die Götznerin fuhr eine blitzsaubere Abfahrt, klassierte sich auf Rang fünf. In der Kombination mit dem Slalom landete sie auf Platz elf. Foto: gepa
Jubel bei Christine Scheyer. Die Götznerin fuhr eine blitzsaubere Abfahrt, klassierte sich auf Rang fünf. In der Kombination mit dem Slalom landete sie auf Platz elf. Foto: gepa

Slowenin gewann die Kombination in Val d‘Isere vor Gisin und Goggia.

VAl d‘Isere. Die spannendste Kombination seit Langem hat in Val d‘Isere Ilka Stuhec für sich entschieden, überhaupt sparte das Podest nicht mit Überraschungen. Die Slowenin holte sich nach Rang drei in der Abfahrt mit starker Slalomleistung den Sieg vor Michelle Gisin (SUI/0,12) und der auftrumpfenden Sofia Goggia (ITA/0,16). Michaela Kirchgasser wurde Fünfte. „Der Slalom war nicht so schlecht, der Fehler tut natürlich weh. Ich habe ein Mittel gefunden, mit dem ich im Flachen auch schneller sein kann, das versuche ich umzusetzen.“

Da Lara Gut keine optimale Abfahrt erwischt hatte (7.), waren die Karten nach dem Speed-Teilbewerb neu gemischt. Mit Stuhec, die ihre ersten beiden Weltcupsiege der Karriere kürzlich mit dem Abfahrt-Double in Lake Louise geholt hatte, rechneten aber wohl die wenigsten. Das früh formierte Stockerl mit Gisin, deren Landsfrau Wendy Holdener und Kirchgasser wurde dann im Finale des Bewerbes noch gesprengt.

Glückliche Goggia

Da Gut im Slalom ausschied, hat sie im Gesamtweltcup weiterhin 105 Punkte Rückstand auf die pausierende Mikaela Shiffrin. Neue Zweite ist allerdings Goggia, der 91 auf Shiffrin fehlen. Die 24-Jährige trat zu sieben Saisonrennen an und stand fünf Mal in vier verschiedenen Disziplinen auf dem Podest.

„Es ist unglaublich, dass ich heute auch in der Kombi das Podium gemacht habe. Ich bin superglücklich und zufrieden“, sagte Goggia, die nur „zwei, drei Slalom-Trainingstage“ hatte. Nach einer Verletzung zurückgeworfen, arbeitete sie „zwei Jahre dafür, auf das Level zu kommen, auf dem ich schon war“. Auch Stuhec war überrascht: „Es ist zuletzt im Slalom ganz gut gegangen. Ich wusste, ich muss nur relaxed sein und Spaß haben.“ Es sei schwierig, alle Disziplinen zu trainieren, aber sie versuche es. Die Negativserie der ÖSV-Damen verlängerte sich, es war das zehnte Saisonrennen ohne Podestplatz, so einen schlechten Saisonstart gab es seit 36 Jahren nicht mehr. Allerdings lassen die guten Kombi-Abfahrtsleistungen für die Spezialabfahrt heute Samstag hoffen.

So gut wie noch nie im Weltcup

Für Cornelia Hütter – von Rang zwei hinter Laurenne Ross auf 18, Christine Scheyer – von fünf auf elf – Ramona Siebenhofer – von sieben auf 13 – Stephanie Venier von zehn auf 27 – und Mirjam Puchner – von 13 auf 22 – ging es nach dem Torlauf durchwegs ein paar oder viele Ränge zurück. Rosina Schneeberger verbessert sich von 30 auf 9 sowie Sabrina Maier von 23 auf 19. Christina Ager (31.) und Nina Ortlieb (36.) blieben ohne Punkte.

Scheyer konnte in ihrem neunten Weltcuprennen in der Abfahrt mit der Startnummer 36 auf den fünften Platz nach vorne fahren. Im Slalom lief es der Götznerin dann erwartungsgemäß nicht mehr so gut, der elfte Platz ist aber ihre bisher beste Klassierung im Weltcup.

Ich wusste, ich muss nur relaxed sein und Spaß haben.

Ilka Stuhec

Ski alpin

Weltcup-Kombination der Damen Val d‘Isere (Abfahrt und Slalom)

1. Ilka Stuhec (SLO) 2:40,33 1:46,75 53,58

2. Michelle Gisin (SUI) 2:40,45 +00,12 1:48,79 51,66

3. Sofia Goggia (ITA) 2:40,49 +00,16 1:46,88 53,61

4. Wendy Holdener (SUI) 2:40,91 +00,58 1:49,34 51,57

5. Michaela Kirchgasser (AUT) 2:40,96 +00,63 1:48,83 52,13

6. Federica Brignone (ITA) 2:41,00 +00,67 1:47,87 53,13

7. Denise Feierabend (SUI) 2:41,69 +01,36 1:48,20 53,49

8. Anne-Sophie Barthet (FRA) 2:42,24 +01,91 1:49,33 52,91

9. Rosina Schneeberger (AUT) 2:42,66 +02,33 1:49,38 53,28

10. Laurenne Ross (USA) 2:42,81 +02,48 1:46,01 56,80

11. Christine Scheyer (AUT) 2:42,92 +02,59 1:47,50 55,42

12. Marusa Ferk (SLO) 2:43,17 +02,84 1:49,12 54,05

13. Ramona Siebenhofer (AUT) 2:43,18 +02,85 1:47,68 55,50

14. Tessa Worley (FRA) 2:43,20 +02,87 1:48,71 54,49

15. Johanna Schnarf (ITA) 2:43,40 +03,07 1:47,67 55,73

16. Ragnhild Mowinckel (NOR) 2:43,53 +03,20 1:48,29 55,24

17. Kajsa Kling (SWE) 2:43,57 +03,24 1:47,85 55,72

18. Cornelia Hütter (AUT) 2:43,72 +03,39 1:46,33 57,39

19. Sabrina Maier (AUT) 2:43,74 +03,41 1:48,92 54,82

20. Priska Nufer (SUI) 2:43,79 +03,46 1:48,55 55,24

21. Marie-Michele Gagnon (CAN) 2:43,93 +03,60 1:50,33 53,60

22. Mirjam Puchner (AUT) 2:44,15 +03,82 1:47,98 56,17

27. Stephanie Venier (AUT) 2:45,28 +04,95 1:47,80 57,48

31. Christina Ager (AUT) 2:45,95 +05,62 1:50,04 55,91

36. Nina Ortlieb (AUT) 2:47,59 +07,26 1:50,54 57,05

Ausgeschieden in Abfahrt u.a.: Margot Bailet (FRA), Marta Bassino, Elena Curtoni (beide ITA), Patrizia Dorsch (GER)

Ausgeschieden im Slalom: Francesca Marsaglia (ITA), Alexandra Coletti (MON), Lara Gut (SUI) Disqualifiziert in Abfahrt: Tina Weirather (LIE)

Nicht im Slalom angetreten u.a.: Edit Miklos (HUN)