Willi gegen Willi, das ist Brutalität

Sport / 16.12.2016 • 22:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein Foto von Annika (li.) und Madita, als sie beide noch den Dress des SSV Schoren trugen. Heute sind sie im Ländle-Derby Gegnerinnen. Foto: privat
Ein Foto von Annika (li.) und Madita, als sie beide noch den Dress des SSV Schoren trugen. Heute sind sie im Ländle-Derby Gegnerinnen. Foto: privat

Annika gegen Madita. Ländle-Derby ganz im Zeichen des Familien-Duells.

feldkirch. (VN-mkr) Wenn heute die Damen des HC Sparkasse BW Feldkirch den großen Ländle-Konkurrenten SSV Dornbirn Schoren in der Reichenfeldhalle (18 Uhr) herausfordern, kommt es auch zum ersten Duell auf dem Parkett zwischen den Geschwistern Annika (22) und Madita Willi (20). Für die jüngere Madita (SSV Schoren) eine ganz besondere Partie, immerhin ist ihre ältere Schwester Annika ihr großes Vorbild: „Ich habe Annika schon immer nachgeeifert. Weil sie Handball gespielt hat, habe ich auch angefangen.“ Und so wurde Madita eben auch, wie Annika, zur Kreisläuferin. Was bedeutet, dass es heute im Duell um die Vorherrschaft in Vorarlbergs Damen-Handball mit Sicherheit „krachen“ wird am Kreis. „Wir werden uns sicher über 60 Minuten beinhart bekämpfen. Nur weil sie meine Schwester ist, ziehe ich nicht zurück. Aber danach ist dann auch alles wieder gut“, gibt Annika die Marschroute für das Match vor. Madita setzt dagegen: „Ich werde alles Erlaubte tun, um zu siegen. Da kann es am Parkett schon mal zu einem Gefecht kommen. In den 60 Minuten sind wir Gegnerinnen, danach wieder Schwestern.“

Kollektiv gegen Motivation

Dass beide Mädchen nervös sind, geben sie offen zu. Auch, „weil es ja ein Derby ist. Da ist jeder angespannt. Dazu der Umstand, dass wir erstmals gegeneinander spielen, alles sehr speziell“, erklären beide unisono. Deswegen wird man sich heute in der Match-Vorbereitung auch aus dem Weg gehen, jede legt den Fokus auf ihr Team. Da bleibt keine Zeit für ein Vorgespräch unter Schwestern. Dass Madita auf einen Sieg ihres Teams SSV Schoren setzt, ist klar, „denn das Kollektiv wird so ein Derby entscheiden, da sehe ich uns im Vorteil“. Annika entgegnet, „dass ich mit Feldkirch gewinnen werde, weil bei uns alle top-motiviert sind und wir den Heimvorteil haben“. Die Eltern, die ihre Töchter die Namen nach Astrid Lindgrens Kinderbücherstars Madita und Annika (beste Freundin von Pipi Langstrumpf) gaben, werden sich das Match in Ruhe anschauen – der Sieg bleibt ja in der Familie.

Handball

Handball-Liga Austria der Damen (WHA) 2016/17

Grunddurchgang

HC Sparkasse BW Feldkirch – SSV Dornbirn Schoren heute

Reichenfeld Halle, 18 Uhr, SR Dautovic/Tufegdzic

Handball Wr. Neustadt – MGA Fivers heute

Wr. Neustadt, 18 Uhr, SR Varga/Volentics

Union Korneuburg – Union St. Pölten heute

Halle Korneuburg, 19 Uhr, SR Karel/Trickovic

WAT Atzgersdorf – UHC Stockerau Sonntag

Hans-Lackner-Halle, 19 Uhr; SR Römer/Anastase

Tabelle: 1. Hypo Niederösterreich 8 8 0 0 296:154 +142 16

2. MGA Fivers 8 8 0 0 263:162 +101 16

3. Handball Wr. Neustadt 9 5 0 4 253:246 +7 10

4. WAT Atzgersdorf 8 4 0 4 184:199 -15 8

5. SSV Dornbirn Schoren 8 4 0 4 215:241 -27 8

6. UHC Stockerau 8 3 1 4 203:217 -14 7

7. HIB Graz 8 3 1 4 202:231 -29 7

8. HC Sparkasse Feldkirch 8 3 1 4 191:229 -38 7

9. ATV Trofaiach 9 3 1 5 227:230 -3 7

10. Union St. Pölten 8 2 0 6 191:232 -41 4

11. Union Korneuburg 8 0 0 8 187:270 -83 0