Nur „Blech“ nach Final-Krimi

Sport / 18.12.2016 • 19:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Final-Drama um Markus Schairer (in Blau), der wenige Meter vor dem Ziel stürzte und sich im Teambewerb mit Alessandro Hämmerle mit Rang vier zufrieden geben musste. foto: gepa
Final-Drama um Markus Schairer (in Blau), der wenige Meter vor dem Ziel stürzte und sich im Teambewerb mit Alessandro Hämmerle mit Rang vier zufrieden geben musste. foto: gepa

Schairer und Hämmerle verpassten Medaille beim Weltcup-Teambewerb ganz knapp.

schruns. Kein Happy-End gab es beim Weltcup-Teambewerb der Snowboardcrosser für die Lokalmatadore. Nach den Plätzen elf durch Markus Schairer und 26 durch Alessandro „Izzy“ Hämmerle im Einzelbewerb wollten die beiden Montafoner zum Abschluss beim Heimevent noch einmal aufzeigen. Am Ende belegte das Duo den unglücklichen vierten Platz in einem Finale, das an Spannung kaum zu überbieten war. Hämmerle überzeugte zunächst mit einer gelungenen Fahrt und Schairer setzte sich bald nach dem Start sogar an die Spitze. Der hochkarätig besetzte Heat ließ aber keine Dominanz eines Fahrers zu und es galt, auf der Schlussgeraden alles zu geben. Schairer verzeichnete wenige Meter vor dem Ziel einen Fahrfehler und musste kurz in den Schnee. Damit blieb der undankbare vierte Platz für die Lokalmatadore.

Den Sieg sicherten sich die Spanier Hernandez Regino und Lucas Eguibar vor Omar Visintin und Emanuel Perathoner aus Italien und den Amerikanern Alex Deibold und Nick Baumgartner. Schairers Resümée im Ziel: „Wir sind trotzdem gut gefahren. Man muss immer bedenken, dass wir gegen die absolute Weltelite antreten. Ich habe nicht alles riskiert, ich habe die Verteidigungslinie gewählt und das war nicht die schnellste. Leider ist mir zum Schluss dann dieser Fehler unterlaufen.“ Hämmerle sprach von einem harten Bewerb: „Das Niveau ist super hoch. Man musste vorne immer in die Linie investieren, es gab harte Angriffe. Wenn man offen ließ, wurde man sofort überholt. Ich konnte mein blaues Auge, das ich mir im Einzelbewerb nach dem Sturz geholt habe, gut ausblenden. Mit meinen Läufen im Teambewerb bin ich zufrieden. Ich konnte mich mit diesem Rennwochenende versöhnen.“ Das zweite österreichische Team mit dem Wahl-Bludenzer Julian Lüftner und Lukas Pachner belegte den siebten Platz. Luca Hämmerle und Jakob Dusek kamen nicht ins Halbfinale und wurden Zwölfte. „Ich konnte meine Trainingsleistungen im Rennen leider nicht umsetzen. Einziger Trost ist, dass der Weltcup die nächsten fünf Jahre wieder im Montafon stattfinden wird“, meinte der jüngste Hämmerle-Spross.

Teambewerb ist WM-würdig

Der Teambewerb zählt heuer erstmals zum Weltcup und hat sich damit von seinem Ruf als Showevent abgehoben. Der zweite Fahrer startet, wenn der erste die Ziellinie überquert. Bei der WM vom 8. bis 19. März in der Sierra Nevada in Spanien werden erstmals die Teamweltmeister gekürt. „Auf dieses Championat freuen wir uns extrem. Mein Ziel gemeinsam mit Izzy ist es, dort eine Medaille zu holen“, blickt Schairer voraus.

Die FIS ist zudem bestrebt, den Teambewerb in das olympische Programm aufnehmen zu lassen. Vorarlberg wäre dafür mit einem Dreamteam bereit.

Bei der Team-WM kämpfe ich zusammen mit Izzy um das Podest.

markus schairer
Zahlreiche Fans unterstützten die Lokalmatadore. Foto: steurer
Zahlreiche Fans unterstützten die Lokalmatadore. Foto: steurer
Das Siegerpodest mit den Viertplatzierten Alessandro „Izzy“ Hämmerle und Markus Schairer (r.). Foto: gepa
Das Siegerpodest mit den Viertplatzierten Alessandro „Izzy“ Hämmerle und Markus Schairer (r.). Foto: gepa