Zum Gedenken

Vorarlberg / 18.12.2016 • 17:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Maria Fröwis

Bezau. Von den Beschwerden des hohen Alters erlöst, wohlvorbereitet auf den Tod, wurde Maria Fröwis vom Schöpfer in den ewigen Frieden heimgeholt.

Die Verstorbene wurde am 16. November 1925 als zweitjüngstes von zehn Kindern in die Familie des Landwirtes und Wagners Josef und der Maria Barbara Metzler, geb. Kohler, in Andelsbuch geboren. Der Pflichtschule entwachsen, arbeitete Maria auf der elterlichen Landwirtschaft. Einen tiefen Einschnitt in ihr Leben brachte der Zweite Weltkrieg. Von den vier Brüdern, die in den Krieg einrücken mussten, kam nur ein einziger zurück.

Als 1955 der Mann ihrer Schwester Theresia – die beiden hatten drei kleine Kinder – an einer schweren Krankheit verstarb, unterstützte sie ihre Schwester tatkräftig, damit diese ihrer Arbeit folgen und für das Einkommen der Familie sorgen konnte. 1962 vermählte sie sich mit dem Landwirt Jodok Fröwis aus Bezau.

Der Ehe entstammen die beiden Kinder Josef und Günther. Diese machten sie inzwischen zur siebenfachen Oma und dreifachen Uroma.

Die viele Arbeit als Bäuerin auf dem Heimgut in Bezau, im Rimsgrund und in Schönenbach ließen ihr wenig Freizeit. Maria war sehr tüchtig, aufgeschlossen für Neues und hatte immer eine positive Lebenseinstellung. Zeitlebens war sie mit der Wäldertracht sehr verbunden und trug, so lange sie konnte, jeden Sonntag ihre Juppe. Als ihr Gatte Dokus krank wurde, pflegte sie ihn mit großer Hingabe acht Jahre bis zu seinem Tod 1986.

Nachdem Maria aufgrund ihres Gesundheitszustandes selbst fremder Hilfe bedurfte, übersiedelte sie 2008 ins Josefheim Bizau. Dort wurde sie bestens betreut und fühlte sich wohl.

Pfarrer Armin Fleisch feierte in Konzelebration mit Pfarrer Ferdinand Hiller (ein Verwandter der Verstorbenen) und Pater Kolumban vom Kloster Bezau den Auferstehungsgottesdienst. Der Gottesdienst wurde vom Chor St. Jodok musikalisch begleitet.

In den Herzen der Angehörigen wird die vorbildliche Mutter, Großmutter und Urgroßmutter unvergesslich bleiben. Möge der Herrgott all ihre Arbeit, Mühe und Sorgen reichlich vergelten.