Mittelschüler lassen ihre „Herzen sprechen“

Vorarlberg / 19.12.2016 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Zweitklässler der VMS Alberschwende haben das Thema „Flucht“ in ein Weihnachtsmusical verpackt. Foto: me
Die Zweitklässler der VMS Alberschwende haben das Thema „Flucht“ in ein Weihnachtsmusical verpackt. Foto: me

Mittelschule Alberschwende präsentiert selbst geschriebenes Weihnachtsmusical.

Alberschwende. (me) Es fällt oft schwer, den tieferen Sinn von Weihnachten nicht zu vergessen. Die 34 Schüler der zweiten Klassen der VMS Alberschwende haben versucht, in die Herzen der Menschen hineinzuhören. Herausgekommen ist ein selbst geschriebenes Weihnachtsmusical, das am Donnerstag, 22. Dezember, 18 Uhr im Hermann-Gmeiner-Saal gezeigt wird. Zwei weitere Aufführungen finden für die Alberschwender Schüler statt. Seit Schulbeginn beschäftigen sich die 2. Klassen der VMS Alberschwende im Unterricht mit dem Thema „Flucht – Heimat“. Irgendwann beschlossen die Klassenlehrerinnen Petra Raid, Ivana Trailoviic, Karin Kast­ler und Annette Fruhmann der Thematik einen größeren Rahmen zu geben. Die Idee für ein eigenes Weihnachtsmusical reifte bei Lehrerinnen und Schüler heran.

Der Inhalt des Weihnachtsmusicals: Eine Familie will Weihnachten einmal anders feiern. Ohne dass die Kinder vorher informiert werden, wird eine syrische Familie eingeladen. Leider hat die Mutter nicht daran gedacht, dass Muslime keinen Schweinebraten essen und auch keinen Alkohol trinken, außerdem ist die Tochter Julia völlig entrüstet. So nimmt der Abend seinen Lauf. Zum Schluss werden wie immer Geschenke verteilt, bis es noch einmal klopft. Draußen stehen noch zwei Flüchtlinge und suchen einen Platz zum Schlafen. Mithilfe des Theaterpädagogen Andreas Neusser wurde intensiv am Text und an der Choreographie gearbeitet. Die Bühnenelemente wurden im Werk- und Zeichenunterricht zusammengebastelt. Im Musikunterricht wurde gesungen und geprobt. „Es ist beeindruckend, wie sich die Schüler auf das Projekt eingelassen haben und mit welchen Emotionen sie mitgemacht haben“, so Petra Raid.