Sieg für Einstockfahrer Sarrazin

Sport / 19.12.2016 • 22:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit einem Skistock fuhr Cyprien Sarrazin (links) beim Finale des Parallel-Riesentorlaufs in Alta Badia gegen Carlo Janka zum Sieg. Foto: apa
Mit einem Skistock fuhr Cyprien Sarrazin (links) beim Finale des Parallel-Riesentorlaufs in Alta Badia gegen Carlo Janka zum Sieg. Foto: apa

Der Franzose überraschte mit Parallel-RTL-Sieg in Alta Badia, Hirscher auf Rang 18.

Alta BAdia. Der Parallel-Riesentorlauf der Ski-Herren in Alta Badia hat einen völlig überraschenden Sieger gebracht. Der junge Franzose Cyprien Sarrazin setzte sich im Finale gegen Carlo Janka durch, Vorjahressieger Kjetil Jansrud wurde Dritter. Bester Österreicher war Philipp Schörghofer auf Platz elf. Marcel Hirscher bekam als 18. noch 13 Weltcup-Punkte.

Sarrazin fuhr seinen Sieg im entscheidenden Mann-gegen-Mann-Duell mit nur einem Stock heraus, denn der rechte war ihm gleich nach dem Start abhandengekommen. „Ich habe keine Worte dafür, das habe ich nicht erwartet. Was für ein wunderbarer Tag für mich“, meinte der 22-Jährige nach seinem ersten Weltcup-Sieg. In der starken französischen Riesentorlauf-Mannschaft hatte sich Sarrazin bis dato eher im Hintergrund gehalten. Das beste Resultat des Fischer-Athleten war bis dahin ein 24. Platz vor knapp einer Woche in Val d’Isère gewesen.

Etwas Spezielles

Für Janka bedeutete Rang zwei das bisher beste Ergebnis in diesem Winter. Jansrud, der sich Janka geschlagen geben musste, durfte sich nicht nur über den Gewinn von 60 Punkten für den Gesamtweltcup, sondern auch über die erstmals vergebene Südtirol Ski Trophy freuen, die an den Schnellsten der vier Rennen in den Dolomiten vergeben wurde. Der Norweger erhielt dafür 20.000 Euro Preisgeld.

Hirscher schied auf dem flachen Schlussabschnitt der Gran Risa wie im Vorjahr in der 32er-Runde aus, die noch in zwei Läufen ausgetragen wurde. Auf Steve Missillier fehlten ihm 0,06 Sekunden. „Es geht nicht mehr. Keine Chance. Ich kann nicht mehr machen“, gab sich der Weltcup-Führende resignativ. „Es geht nicht schneller. Ich hab’ alles getroffen, wie ich es mir vorgenommen hab’. Mehr ist da nicht rauszuholen gewesen.“ Die Kurssetzung fand Hirscher im Vergleich zum Vorjahr „minimal drehender. Wie man sieht, gehen auch die Sprünge nicht mehr so weit. Aber es bleibt etwas Spezielles.“

Auch Christoph Nösig (24.) und Roland Leitinger (27.) erwischte es gleich zum Auftakt, ebenso musste Felix Neureuther (23.) früh die Segel streichen. Schörghofer schied in seinem Achtelfinale gegen den späteren Sieger Sarrazin aus. „Besser als letztes Jahr, immerhin eine Runde weitergekommen“, lautete das Resümee. „Als richtiger Techniker, das hat man ja auch bei Marcel und Felix gesehen, ist es schwer, etwas zu holen.“

Ski alpin

1. Cyprien Sarrazin (FRA)

2. Carlo Janka (SUI)

3. Kjetil Jansrud (NOR)

4. Leif Kristian Haugen (NOR)

5. Andre Myhrer (SWE)

6. Stefan Luitz (GER)

7. Gino Caviezel (SUI)

8. Mathieu Faivre (FRA)

9. Alexis Pinturault (FRA)

10. Henrik Kristoffersen (NOR)

11. Philipp Schörghofer (AUT)

12. Steve Missillier (FRA)

13. Zan Kranjec (SLO)

14. Florian Eisath (ITA)

15. Victor Muffat-Jeandet (FRA)

16. Manuel Feller (AUT)

17. Matts Olsson (SWE)

18. Marcel Hirscher (AUT)

19. Björnar Neteland (NOR)

20. Ryan Cochran-Siegle (USA)

21. Manfred Mölgg (ITA)

22. Luca de Aliprandini (ITA)

23. Felix Neureuther (GER)

24. Christoph Nösig (AUT)

25. Tommy Ford (USA)

26. Roberto Nani (ITA)

27. Roland Leitinger (AUT)

28. Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

29. Justin Murisier (SUI)

30. Dominik Paris (ITA)

31. Marco Odermatt (SUI)

32. Filip Zubcic (CRO)