Spielebox: mehr Platz für Kinderbetreuung

Vorarlberg / 19.12.2016 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Obfau Sara Plötzeneder-Natter. Fotos: mam
Obfau Sara Plötzeneder-Natter. Fotos: mam

Neues Projekt in Hittisau wurde in kürzester Zeit realisiert und umgesetzt.

Hittisau. (mam) Aufgrund akuten Platzmangels und des zunehmenden Bedarfs der Kleinkinderbetreuung sah die Vorderwälder Gemeinde Hittisau dringenden Handlungsbedarf. Auf der Suche nach Möglichkeiten, in Zukunft die Spielgruppenkinder unterzubringen, wurde die Idee, einen Holzcontainer aufzustellen, geboren und innerhalb von nur drei Monaten realisiert und umgesetzt. Das Ergebnis weiß bereits nach kurzer Zeit zu überzeugen.

Familienstrukturen anders

„Die Gemeinde hat durch regen Zuzug und geburtenstarke Jahrgänge zunehmend Bedarf an Betreuungseinrichtungen“, schildert der Hittisauer Bürgermeister Gerhard Beer die Situation. „Die Familienstrukturen haben sich verändert, Familienfreundlichkeit soll gewährleistet sein“, so Beer.

Das Projekt „Spielebox“ wurde nicht nur von der Gemeinde, auch seitens der Landesregierung sehr begrüßt und somit ein schnelles Behördenverfahren ermöglicht. Das Holzbauwerk, inzwischen von allen „Spielebox“ genannt, wurde am Rande des Gemeindespielplatzes von Handwerkern der Region in kürzester Zeit aufgestellt und ausgebaut. Alle gesetzlichen Vorgaben wurden eingehalten, und auf rund 70 Quadratmeter entstand ein in der Nutzung flexibler Raum.

Flexible Betreuungszeiten

Dank gut durchdachter Unterteilungen fanden Garderobe, Leseecke, Bastelecke, Kuschelecke, ein Küchenblock und Toiletten Platz in der „Spielebox“. Ida Bals vom Familien- und Bildungsausschuss hat die Spielgruppe zehn Jahre geleitet und ist froh darüber dass zwischenzeitlich der Verein Spielgruppe „Ringelreia“ flexiblere Betreuungszeiten, längere Öffnungszeiten und Ferienbetreuung anbieten kann.

Für drei Gemeinden

Obfrau Sara Plötzeneder-Natter leitet gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins „Ringelreia“ die Spielgruppe. Der Vorstand besteht neben Obfrau aus Obfraustellvertreterin Silvia Knisel, Kassierin Sabine Rumpold und Schriftführerin Rebecca Bartenstein. Derzeit gibt es für die acht Betreuerinnen 43 Kinder im Alter von eineinhalb bis vier Jahren aus den Gemeinden Hittisau, Sibratsgfäll und Riefensberg zu versorgen. In absehbarer Zeit ist weiters geplant, ein bis zwei Waldnachmittage pro Woche einzuführen.

Am Dienstag und Donnerstag wird eine Ganztagsbetreuung angeboten, die Mittagverköstigung für die Kleinen wird aus der Küche des Sozialzentrums geliefert.

In Hittisau findet die Kleinkinderbetreuung in der „Spielebox“ statt. 
In Hittisau findet die Kleinkinderbetreuung in der „Spielebox“ statt.