Viel reden,
schimpfen
oder schweigen

Leserbriefe / 19.12.2016 • 22:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In seinem Leserbrief „Ursachen in eigenen Reihen suchen“ vom 8. 12. 2016 hat Herr Vogelmann die FPÖ kritisiert, dass sie die Schuld an der verlorenen Präsidentenwahl einzig den anderen zugeschrieben habe, statt die Schuld auch bei sich selbst zu suchen. Recht so! Dies ist jedoch kein Grund für die anderen, sich auf die Schultern zu klopfen. Auch bei ihnen ist nicht alles eitel Wonne, und zwar die Neutralitätsfrage betreffend. ­Anfänglich wurde noch von der Neutralitätslüge gesprochen, denn der Schwindel war für viele Politikinteressierte nicht zu übersehen. Auch die Presse hat sich mehr oder weniger deutlich dazu geäußert, ohne weiter am Ball zu bleiben. Man ließ lieber Gras darüber wachsen, bis am 1. 5. 1999 die Verfassungsänderung ohne das Volk zu informieren nachgereicht wurde, wodurch Österreich sich verpflichtete, die GASP (Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik) voll mitzutragen. Man glaubte, der Fall sei erledigt. Aber dem ist nicht so. Schwindel bleibt Schwindel, und hier geht es um uns und unsere Zukunft. Wieso lassen sich die hohen Repräsentanten der Politik des Schwindels bezichtigen, ohne dagegen wegen Rufschädigung ­Anzeige zu erstatten?

Gerda Kopecny,

Rudolfstraße,
Lustenau