Walsertal präsentiert seine Kostbarkeiten

Vorarlberg / 19.12.2016 • 22:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die neue Online-Infoplattform „Walser Kostbarkeiten“ rückt die Schätze des Großen Walsertals in den Fokus. Foto: Biosphärenpark
Die neue Online-Infoplattform „Walser Kostbarkeiten“ rückt die Schätze des Großen Walsertals in den Fokus. Foto: Biosphärenpark

Online-Plattform zur Stärkung regionaler Angebote wird morgen präsentiert.

Sonntag. (VN-js) Im Großen Walsertal hat das miteinander Ideenspinnen, Denken, Tüfteln und Projekte­entwickeln mittlerweile schon Tradition. Immer wieder kommen Menschen zusammen, denen eine hohe Lebensqualität ein besonderes Anliegen ist und die sich bewusst sind, dass dafür persönliches Engagement wichtig ist. In diesem Kontext haben sich im Herbst 2015 einige Großwalsertaler auf Initiative des e5-Teams und Biosphärenparkmanagements zusammengefunden, um sich der Herausforderung des Projektwettbewerbs für Energieautonomiegemeinden des Landes Vorarlbergs zu stellen. Thema war es, eine hohe Bürgerbeteiligung im Sinne der nachhaltigen Entwicklung als Energieautonomiegemeinde mit einer konkreten Projektidee zu erreichen.

Schnell und einstimmig

Extern moderiert, wurde bei einem Bürger-Dialog, an dem sich rund 40 Personen aus dem Tal beteiligten, intensiv an der Ideenfindung und Projektentwicklung gearbeitet. Mehrere Kleingruppen beschäftigten sich dabei mit der Frage, welche Themen in Bezug auf nachhaltige Entwicklung in ein Projekt münden sollen. „Schnell und nahezu einstimmig kristallisierte sich der Bedarf für eine Online-Infoplattform heraus“, erinnert sich Monika Bischof vom Biosphärenparkbüro an die Anfänge zurück. Beim Projektstart wurden im Bürger-Dialog erste Maßnahmen entschieden, die zum Startschuss für die nun vorliegende Infoplattform „Walser Kostbarkeiten“ führten.

Virtueller Marktplatz

Die Online-Infoplattform versteht sich als virtueller Marktplatz für regionale Schätze, ganz egal, ob Produkte, Handwerk, Dienstleistungen oder Tauschware angeboten oder gesucht werden. Ziel ist es, nutzbare Schätze im Großen Walsertal sichtbar und besser verfügbar zu machen. „Durch die Plattform sollen Angebote, die es im Tal gibt, aus den verschiedenen Bereichen – regionale Lebensmittel, Kunsthandwerk, Ich suche & ich biete, Werkstatt und Reparatur – bekannt gemacht werden“, beschreibt Bischof. Dabei kann und soll jeder mitmachen und dazu beitragen, dass nachhaltige Lebensweise und hohe Lebensqualität ebenso wie ein gestärktes Miteinander immer mehr zur Realität im Biosphärenpark und der Klima- und Energiemodellregion Großes Walsertal werden. „Denn finden Suchende in der Region die entsprechenden Lebensmittel oder Dienstleistungen, fallen Verkehrswege, Transporte, etc. weg, womit wir dann wieder beim Energiethema sind“, sagt Bischof. „Dazu kommt die Stärkung der regionalen Wirtschaft, wenn Leute ihre Angebote und Fähigkeiten besser bekannt machen können“, ergänzt sie. 

Morgen, Mittwoch, 21. Dezember, wird die neue Regionalplattform um 20 Uhr im „biosphärenpark.haus“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Anfang 2017 soll die Plattform dann online gehen.

Durch die Plattform sollen Angebote, die es im Tal gibt, bekannt gemacht werden.

Monika Bischof