Ehrung für Verdienste

Wetter / 20.12.2016 • 18:31 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kurt Brändle ist aktives Mitglied bei mehreren Chören und war langjähriger Vorstand des Chorverbands Vorarlberg.  Foto: VN
Kurt Brändle ist aktives Mitglied bei mehreren Chören und war langjähriger Vorstand des Chorverbands Vorarlberg. Foto: VN

Kurt Brändle erhielt kürzlich das höchste Ehrenzeichen des Chorverbands Vorarlberg.

kennelbach. (VN-lim) „Singen ist gesund. Die Schwingungen, die beim Singen erzeugt werden, tun dem Körper gut“, ist sich Kurt Brändle sicher. Der 77-jährige Kennelbacher ist seit mehr als sechs Jahrzehnten aktives Mitglied bei mehreren Chören. Zudem war er langjähriger Vorstand des Chorverbands Vorarlberg und hat während seiner Amtszeit viel erreicht.

Das Singen liegt bei Kurt Brändle in der Familie. Bereits seine Mutter war Mitglied eines Chores. „Bei uns im Haus wurde schon immer viel gemeinsam gesungen“, erzählt er. Seine chorische Laufbahn begann 1956 mit 16 Jahren, als er dem Kirchenchor Herz-Jesu beitrat. 1966 kam Brändle zum Bregenzer Männerchor, bei dem er heute noch Mitglied ist. Sei es bei Benefizkonzerten im Festspielhaus Bregenz oder bei Galakonzerten – mit dem Männerchor Bregenz war er bereits bei zahlreichen Auftritten mit dabei. Bei der Männerschola der Bregenzer Kirche St. Kolumban singt er ebenfalls mit. Auch beim Collegium Musicum ist Kurt Brändle schon lange dabei – er war dort 20 Jahre lang Obmann. Der Kennelbacher ist musikalisch nicht nur gesanglich aktiv, er spielt auch Klavier und Mundharmonika. Seit den 80er-Jahren ist Brändle Mitglied beim Chorverband Vorarlberg, der früher noch unter dem Namen „Vorarlberger Sängerbund“ bekannt war. Anfangs war er einige Jahre als Pressereferent des Chorverbands tätig sowie stellvertretender Verbandsvorstand. 1992 wurde er zum Vorstand gewählt.

Umsetzung von Initiativen

Während seiner Zeit als Vorstand hat sich beim damaligen Vorarlberger Sängerbund einiges getan: Nach Kurt Brändles Verhandlungen mit der Landesregierung, entstand das erste Büro in der Bregenzer Römerstraße. Heute befindet sich das Büro im Landeskonservatorium Feldkirch.

Zudem wurde der Name Vorarlberger Sängerbund zu Chorverband Vorarlberg geändert. „Der Name ‚Sängerbund‘ war einfach nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Kurt Brändle.

Die seit 1992 vierteljährlich erscheinende Chorzeitung „Vorarlberg singt“ entstand ebenfalls in Kurt Brändles Amtszeit als Vorstand des Chorverbands Vorarlberg. Die erste Ausgabe herauszubringen sei geprägt gewesen von Strapazen: „Ich weiß noch, wie morgens um drei Uhr der Mond durchs Fenster schien und wir die erste Chorzeitung fertigstellten“, erinnert sich Kurt Brändle.

Wichtige Auszeichnung

Für seine Verdienste wurde ihm Anfang Dezember dieses Jahres die Rudolf-von-Ems-Medaille verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung vom Chorverband Vorarlberg und wird an Persönlichkeiten vergeben, die lange Zeit wertvolle Kulturarbeit im chorischen Bereich geleistet haben.

Nicht nur im Chorwesen ist Kurt Brändle engagiert. Er ist auch seinen sieben Enkelkindern ein aktiver Großvater und zudem sehr naturverbunden. Als die Kinder noch klein waren, nahm er sie während der Sommermonate oft mit auf die Alpe Iscarnei. Diese gehört der Familie seiner Frau Waltraud. Außerdem bewirtschaftet er seit gut zehn Jahren ein Waldstück in Kennelbach neben seinem Haus. „Der Wald fasziniert mich“, sagt er.

Sportliche Aktivitäten wie Skifahren und Radeln habe er aufgegeben: „Es ist für mich quasi ein ‚Nullsummenspiel‘“. Man bewege sich zwar, aber etwas damit bewegen würde man nicht. Bei der Arbeit im Wald sei das anders: „Hier sehe ich ein Ergebnis. Zum Beispiel, wenn ich gerodet oder Bäume gesetzt habe.“

Der Begriff Sängerbund war einfach nicht mehr zeitgemäß

Kurt Brändle

Zur Person

Kurt Brändle

bekam kürzlich die Rudolf-von-Ems-Medaille verliehen.

Geboren: 4. Dezember 1939 in Bregenz

Wohnort: Kennelbach

Hobbys: Wald, Garten, Singen

Familie: verheiratet, zwei Kinder