Furchtlose Heldin sticht in See

Kultur / 20.12.2016 • 18:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Häuptlingstochter Vaiana braucht anders als frühere Disney-Prinzessinnen keine Romanze, um glücklich zu sein.  Foto: Filmverleih
Die Häuptlingstochter Vaiana braucht anders als frühere Disney-Prinzessinnen keine Romanze, um glücklich zu sein. Foto: Filmverleih

Von einem mutigen Mädchen, das sich auf die Spuren seiner Vorfahren macht, erzählt „Vaiana“.

Animation. Vaiana wächst als Tochter von Chief Tui, Häuptling auf der Südseeinsel Motunui, auf. Von klein auf ist das Mädchen von den Legenden fasziniert. Vom Ozean wird Vaiana geradezu magisch angezogen, von den überfürsorglichen Eltern bekommt sie aber stets eingetrichtert, dass Wasser gefährlich ist. Als Inselbewohner eines Tages von einer scheinbar leer gefischten Lagune berichten, weiß die 16-Jährige, was zu tun ist. Der Ozean höchstpersönlich spült ihr jenes steinerne Herz vor die Füße, das der jahrtausendealte Halbgott Maui einst von der Insel Te Fiti gestohlen hat, was eine sich nun ausweitende Finsternis verursacht.

Also sticht Vaiana mit einem alten Segelboot in See, um Maui zu finden, sich von ihm nach Te Fiti führen zu lassen und so ihre Dorfgemeinschaft zu retten. Auf ihrer abenteuerlichen Reise muss die Teenagerin zu segeln lernen, Maui seinen Fischerhaken, der ihm die Verwandlung in Tiergestalten ermöglicht, bergen und Hindernisse überwinden.

Optisch umwerfend

Die Disney-Regie-Veteranen Ron Clements und John Musker sind im Rahmen ihrer fünfjährigen Recherche für „Vaiana“ mehrfach nach Ozeanien gereist und haben sich von der polynesischen Mythologie inspirieren lassen. Vor 3000 Jahren seien die polynesischen Seefahrer die weltweit besten gewesen, hätten Tausende Inseln entdeckt und sich dabei nur auf ihr Wissen über die Natur leiten lassen. In „Vaiana“ ist es nun also eine unbeirrbare Teenagerin, die den Blick über den Tellerrand wagt. Der Animationsfilm lebt von seiner emanzipierten Titelheldin, dem rasant-komischen Geplänkel mit dem ruppigen Maui und Running Gags. Das bietet Lacher für Groß und Klein – und optisch ist das alles so umwerfend, wie noch bei keinem Disney-Film zuvor.

Filminfos

Regie: John Musker, Ron Clements

Land: USA

» läuft ab 22. Dezember in den Kinos