Zürcher Schütze soll Freund getötet haben

Welt / 20.12.2016 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zürich. Der 24-jährige Schütze von Zürich war nicht nur für den Angriff auf eine Moschee vom Montag, sondern auch für ein Tötungsdelikt verantwortlich: Der Schweizer mit Wurzeln in Ghana hatte nur einen Tag zuvor einen ehemaligen Freund auf einem Spielplatz in Zürich-Schwamendingen erstochen. Auf die richtige Fährte führten DNA-Spuren, die der Täter vor sieben Jahren bei einem Fahrraddiebstahl hinterlassen hatte. Die gleiche DNA fanden die Strafverfolger am Sonntag bei der Leiche auf dem Spielplatz in Schwamendingen und am Montagabend nach dem Angriff auf die Moschee. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass dieser Mann, der sich nach dem Angriff auf die Moschee in der Nähe erschossen hat, für die beiden Taten verantwortlich ist“, sagte Christiane Lentjes Meili, Chefin der Kriminalpolizei. Hintergrund und Motiv für beide Taten sind noch unklar. Klar ist jedoch, dass die Schüsse in der Moschee „keinen terroristischen Bezug haben. Auch gibt es keinerlei Hinweise auf eine Verbindung zum IS“, wie Lentjes Meili weiter sagte.

Weshalb er die Moschee auswählte, ist ebenfalls offen. Es sei keine Verbindung ersichtlich. In der Wohnung des Täters im Bezirk Uster fand die Polizei Gegenstände, welche einen Hang zum Okkultismus belegen. Mit der Auswertung der Beweismittel aus der Wohnung stehe man jedoch noch am Anfang.