Dialog zwischen Religionen

Leserbriefe / 21.12.2016 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Versuch eines Näherkommens zwischen christlichen Konfessionen, Juden und Moslems gibt es schon lange. Die Umsetzung ist zäh. Pfarrer Rohner war mit der Ökumene sehr oft konfrontiert. Studiert hat er in Rom und Paris. War dann in Finnland als Priester bei nur zwei Promille Katholiken, zwei Prozent Orthodoxen, der Großteil war protestantisch. Anschließend auf eigenem Wunsch in Brasilien. Die jetzigen Worte des Papstes Franziskus „Verbindendes vor Trennendem“ zwischen den Religionen waren immer sein Leitfaden. Die katholische Kirche tat sich dazu schwer. Pfr. Rohner wollte sein 50-jähriges Priesterjubiläum als interreligiösen Gottesdienst in der Pfarrkirche Dornbirn-Schoren feiern. Alt-Bischof Fischer lehnte ab. Dann feierte er im Pfarrheim Hatlerdorf. 500 Jahre Martin Luther setzt große Reformen um. Einige Reformen würden auch heute in der katholischen Kirche Sinn machen. Die Angleichung der christlichen Kirchen wäre mit Abschaffung des Zwang-Zölibates und der Zulassung von Frauen zu Priesterinnen einen großen Schritt weiter. Es würde die Glaubwürdigkeit stärken und den Priestermangel verringern. Der Glaube sollte wieder auf das Wirken von Jesus (damals ohne Zölibat) mit Hauptmerkmal „Nächstenliebe“ zurückgeführt werden. Die katholische Kurie bremst auch den reformwilligen Papst Franziskus, der das richtig sieht, wenn er meint, nicht er muss es „anordnen“, sondern die kath. Kirche (Kurie) muss es „erkennen“.

Oskar Piffer,

Gerbergasse 11, Dornbirn