Drohnen-Attacke ist abgehakt

Sport / 21.12.2016 • 19:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im vergangenen Jahr verfehlte eine abstürzende Drohne Österreichs Skistar Marcel Hirscher beim Nachtslalom in Madonna nur knapp. Foto: gepa
Im vergangenen Jahr verfehlte eine abstürzende Drohne Österreichs Skistar Marcel Hirscher beim Nachtslalom in Madonna nur knapp. Foto: gepa

„Verfrühtes Weihnachtsgeschenk“ für Marcel Hirscher vor einem Jahr.

madonna di campiglio. Marcel Hirscher kehrt heute (17.45/20.45 Uhr, live ORF eins) an die Stelle zurück, die seine Lebensumstände einschneidend verändern hätte können. Während des Nachtslaloms in Madonna verfehlte ihn im Vorjahr eine abstürzende Drohne nur ganz knapp. „Ich habe sehr viel Glück gehabt“, hat Hirscher die Sache mittlerweile hinter sich gelassen. Wichtig ist ihm die Jagd auf Henrik Kristoffersen.

Am 22. Dezember 2015 erhielt Hirscher ein „verfrühtes Weihnachtsgeschenk“, wie er nachher sagte. Tatort war die Canalone Miramonti, seit 1957 Schauplatz von mitunter spektakulären Rennen. Im zweiten Durchgang des Slaloms krachte eine TV-Drohne aus beträchtlicher Höhe unmittelbar hinter ihm auf die Piste. Mit einer Kamera ausgestattet, sollte das Fluggerät dem Zuschauer noch spannendere Bilder aus der Vogelperspektive nach Hause liefern. Technisches Versagen hätte aber beinahe zur Katastrophe geführt.

Hirscher bekam den Absturz im Flow-Zustand nicht bewusst mit, konzentrierte sich voll auf seinen Lauf, der ihn schließlich auf den zweiten Platz hinter Kristoffersen brachte. Im Zielstadion, in dem auch Hirschers Freundin Laura Moisl wartete, harrte die Situation einer Klärung. Als sich Hirscher die Bilder dann zu Gemüte führte, bekam er feuchte Hände. „Man darf gar nicht nachdenken, was da passieren kann“, betonte er.

Fokus auf das Sportliche

Laut dem TV-Vermarkter Infront hatte wahrscheinlich eine Fehlfunktion der Drohne Schuld an dem Vorfall. Mittlerweile ist die Sache zwar nicht vergessen, aber doch verarbeitet. Am Anfang habe Hirscher sich das Video noch oft angeschaut, „aber dann war es vorbei damit, dem Ganzen zu viel Bedeutung zu geben. Ich habe Glück gehabt, sehr viel Glück gehabt, aber das war es dann auch“, sagte der Weltcup-Leader.

„Sicherlich denkt man hin und wieder nach und überlegt. Aber ich gehe davon aus, dass die Drohnen dieses Jahr nicht mehr fliegen“, schloss Hirscher das Thema ab. Hirschers Fokus liegt auf dem sportlichen Geschehen. Das Ziel des positiv Getriebenen heißt, Slalom-Wunderkind Kristoffersen das Siegen schwer zu machen.