Weihnachtlicher Appell an den Landesbischof

Leserbriefe / 21.12.2016 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Restaurierungspläne der Wallfahrtskirche in Bildstein regen weiterhin zu Diskussionen an. FOTO: VN/HARTINGER
Die Restaurierungspläne der Wallfahrtskirche in Bildstein regen weiterhin zu Diskussionen an. FOTO: VN/HARTINGER

Letzter weihnachtlicher Appell an den Herrn Landesbischof, von den unseligen Restaurierungsplänen in der Wallfahrtskirche Maria Bildstein Abstand zu nehmen: 300.000 Euro Eigenmittel der kleinen Pfarre Bildstein, 250.000 von der Diözese, 300.000 Bankdarlehen, aus Forst- und anderen kirchlichen Erträgen zurückzuzahlen, und geplante Spendengelder von einer halben Million Euro. So die Aussendung der Pfarre. Woher stammt all dieses Geld und Vermögen? Vielleicht aus den unter Androhung gerichtlicher Verfahren von den Mitgliedern geleisteten Beiträgen oder aus Erbschaften? All diese Gelder für den Luxus eines schwarzen Marmorbodens samt Fußbodenheizung und schwarzem Marmoraltar- und „Kanzel-Klötzen“! Ein Frevel, da zugleich Millionen Menschen in den Flüchtlingslagern in Syrien, Libanon, Irak und in Jordanien dringend humanitäre Hilfen in Form von Lebensmitteln, Winterbekleidung und Schulen benötigen, von der Armut im eigenen Land abgesehen, wo immer mehr Bedürftige auf „Tischlein deck dich“ angewiesen sind. Dagegen bleiben kirchliche­ Häuser und Klöster für Flüchtlinge und Arme versperrt, während die Diözese für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge wirbt. Aber Fußbodenheizungen in Kirchen scheinen vordringlicher zu sein als eine behagliche Herberge für Maria und Josef. Es wird daher ehrlicher sein, das in der Apsis der „neuen Kirche“ geplante Gnadenbild Mariens von diesem Standort zu befreien, ohnehin nur mehr ein Alibi für eine einstige Wallfahrtskirche.

Dr. Dietmar Loy,

Linzenberg, Schwarzach