Die Jugend ist Trumpf

Wetter / 22.12.2016 • 18:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bruno Öhre hat die drei F zu seinem Leitspruch gemacht: „Familie, Firma, Feuerwehr.“  Foto: VN/Paulitsch
Bruno Öhre hat die drei F zu seinem Leitspruch gemacht: „Familie, Firma, Feuerwehr.“ Foto: VN/Paulitsch

Das Steckenpferd von Bruno Öhre ist der Feuerwehrnachwuchs. Heute ist Friedenslichtübergabe.

Bregenz. (VN-ger) Bei Bruno Öhre kann es jederzeit losgehen. Auch an Weihnachten. Der 54-Jährige ist unter anderem Mitglied der Feuerwehr Ludesch, der Such- und Rettungseinheit SARUV und der Katastrophenschutzeinheit Support Unit Austria. „Am 25. Dezember 2010 sind wir zehn Tage  zum Hochwassereinsatz nach Albanien gefahren“, erinnert er sich an ein besonderes Erlebnis mit besonderem Datum.

Überhaupt ist beim Spross einer Feuerwehrfamilie fast immer und an sieben Tagen in der Woche etwas los. „Mein Steckenpferd ist die Jugend“, sagt Bruno Öhre. „Mit den Jugendlichen kann man etwas bewegen, und man kann ihnen etwas mitgeben.“ Im September dieses Jahres wurde der Thüringer zum Landesjugendreferenten beim Landesfeuerwehrverband Vorarlberg bestellt. Zuvor war er 14 Jahre lang Kommandant der Feuerwehr Ludesch und sechs Jahre lang Bezirksjugendreferent. „Ich bin stolz auf meine Familie, dass sie das unterstützt“, unterstreicht der zweifache Vater.

Vorbildwirkung

In den Dienst des Feuerwehrnachwuchses stellt sich der 54-Jährige schon seit über 20 Jahren. „Ich hatte ein super Vorbild: Richard Fischer aus Wolfurt. Er hat alles gemacht für die Jugend“, schwärmt er vom „Vater der Jugendfeuerwehr“ im Land.

Entsprechend viel ist bei Bruno Öhre traditionell auch am Tag vor Heiligabend los. Heute, Freitag, um 19 Uhr treffen sich im Klosterhof Mehrerau die Feuerwehrjugendgruppen des Landes, um das Friedenslicht aus Bethlehem von den Pfadfindern entgegenzunehmen. „Über 800 Jugendliche haben sich bereits angemeldet. Fast jeder hat eine Laterne dabei. Die Jugendlichen sind stolz, wenn sie mit dem Licht nach Hause gehen und es in der Gemeinde verteilen. Allen, die noch nicht dabei gewesen sind, empfehle ich: Kommt vorbei und schaut es euch an. Es ist einfach toll“, spricht er eine Einladung an alle aus.

Seinem Motto „Zemma lerna, zemma lacha, zemma coole Sacha macha“ möchte der Vermessungstechniker selbstredend auch als Landesjugendreferent treu bleiben. „Ich will versuchen, dass wir für die Jugendlichen viel erreichen, dass wir sie fördern und ihnen zeigen, was Kameradschaft sein kann.“ Besonders am Herzen liegen Bruno Öhre daher soziale Projekte und das Miteinander. „Das Aufeinander-Zugehen ist ein großes Problem unserer Gesellschaft“, merkt er nachdenklich an.

Mit den Jugendlichen kann man etwas bewegen.

Bruno Öhre

Zur Person

Bruno Öhre

ist seit September Landesjugendreferent beim Landesfeuerwehrverband.

Geboren: 23. März 1962

Wohnort: Thüringen

Beruf: Vermessungstechniker bei den VKW

Familie: verheiratet, zwei Töchter

Hobbys: Feuerwehr, Motorradfahren, soziale Projekte, Fischen