Erneut Frau in Tiefgarage in Innsbruck überfallen

Welt / 22.12.2016 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Täter ist am Donnerstag mit dem Wagen seines Opfers geflüchtet und hat das Fahrzeug schließlich an eine Mauer gefahren. Foto: APA
Der Täter ist am Donnerstag mit dem Wagen seines Opfers geflüchtet und hat das Fahrzeug schließlich an eine Mauer gefahren. Foto: APA

Bereits der dritte Vorfall innerhalb von drei Tagen. 25-jähriger Verdächtiger verhaftet.

Innsbruck. Binnen drei Tagen sind in Innsbrucker Tiefgaragen drei Frauen überfallen worden. Zwischenzeitlich konnte ein Verdächtiger festgenommen worden. Der 25-jährige Kroate zeigte sich vorerst nicht geständig, die Einvernahme sei aber noch im Laufen, sagte LKA-Ermittler Christoph Hundertpfund bei einer Pressekonferenz. Ob die drei Taten in Verbindung zueinander stehen, sei derzeit noch ungewiss. Zwei der drei weiblichen Opfer befanden sich am Donnerstagnachmittag noch in der Innsbrucker Klinik in stationärer Behandlung. Sie konnten vorerst nicht befragt werden.

Beim jüngsten Vorfall am Donnerstag war eine 61-Jährige in der Tiefgarage ihres Wohnhauses von einem Mann attackiert und ihrer Handtasche beraubt worden. Der Täter war daraufhin mit dem Pkw des Opfers geflüchtet. In Zirl war der Mann nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei schließlich gegen eine Mauer gefahren. Der Täter flüchtete zu Fuß, konnte aber mit Hilfe des Polizeihubschraubers ausfindig gemacht und verhaftet werden.

Schwangere überfallen

Bereits am Dienstag hatte sich ein ähnlicher Vorfall in Innsbruck ereignet. Eine Schwangere war von einem Unbekannten in einer Tiefgarage niedergeschlagen worden, ehe er ihr die Handtasche raubte. Wie die Polizei berichtete, schlug der Mann die Frau von hinten nieder und trat ihr gegen den Kopf. Der Täter konnte mit einem Fahrrad flüchten. Das 34-jährige Opfer erlitt zwar Verletzungen, konnte aber noch am selben Tag die Klinik wieder verlassen. Am Mittwoch war eine ebenfalls 61-Jährige in einer Tiefgarage von einem Unbekannten in ein Auto gezerrt und entführt worden. Kurz darauf baute der Entführer einen Unfall und ließ sein schwerverletztes Opfer im Wagen zurück. Der Täter flüchtete, ein Zeuge des Unfalls konnte jedoch noch ein Foto des Mannes machen. Eine sofort eingeleitet Alarmfahndung blieb aber erfolglos. Die Ermittlungen liefen am Donnerstagnachmittag laut Landespolizeidirektor Helmut Tomac weiter auf Hochtouren. Ob und inwieweit die drei Taten ­in Verbindung standen, werde ermittelt. Auch aufgrund des aufgenommen Fotos des Täters sei eine eindeutige Identifizierung des Festgenommenen nicht möglich, meinte Hundertpfund. Eine Gegenüberstellung der 34-Jährigen mit dem Verdächtigen habe noch nicht stattgefunden.

Laut Medienberichten soll es sich bei dem Entführungsopfer vom Mittwoch um Sissy Böhm, älteste Tochter von Schauspieler Karlheinz Böhm, handeln. Dies wollte die Polizei nicht kommentieren. „Im Sinne des Opferschutzes werden wir das weder bestätigen, noch dementieren“, sagte Tomac.