Finanzen in Weiler bleiben angespannt

Vorarlberg / 22.12.2016 • 19:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Hinblick auf die Finanzen betonte Bürgermeister Summer den Stellenwert der Betriebsgebietserweiterung.  Foto: VN/Hartinger
Im Hinblick auf die Finanzen betonte Bürgermeister Summer den Stellenwert der Betriebsgebietserweiterung. Foto: VN/Hartinger

Trotz Steigerung der Einnahmen werden neue Darlehen notwendig.

Weiler. (hw) Die Gemeindevertretung von Weiler hat in ihrer 17. Sitzung am Mittwochabend den Voranschlag für 2017 einstimmig beschlossen. Das Budget weist Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 5.899.800 Euro aus und liegt um etwa 700.000 Euro über dem Vorjahr. Die finanzielle Situation ist aber, wie beim Abschluss 2015 und im Voranschlag 2016 festgestellt wurde, weiter angespannt. Der Anteil der laufenden Einnahmen beträgt 4.325.200 Euro. Dabei erhöhen sich die Einnahmen aus Grund- und Kommunalsteuer um rund 68.000 Euro, die Ertragsanteile des Bundes um rund 72.000 Euro.

Die Summe der laufenden Ausgaben von 4.240.800 erhöht sich durch Investitionen von 1.133.500 Euro, sowie Darlehensrückzahlungen und Sonstiges in Höhe von 525.500 Euro. Aus der Differenz der laufenden Einnahmen und Ausgaben muss die Gemeinde ihre bestehenden Kredite zurückzahlen, sowie neue Investitionen begleichen. Dies ist für die Gemeinde 2017 nicht möglich, daher wird Weiler Grund verkaufen (420.000 Euro) und Darlehen (500.900 Euro) aufnehmen. Der Schuldenstand nimmt daher von 4.398.400 auf 4.597.200 Euro zu, obwohl Tilgungen von 500.900 erfolgen. Möglich macht dies die noch vorhandene Rücklage von 1,178 Millionen Euro.

Am Ende der Sitzung betonte Bürgermeister Dietmar Summer nochmals den, aus seiner Sicht, hohen Stellenwert der Betriebsgebietserweiterung und der Ansiedelung der Firma Ölz. „Die damit verbundene Erhöhung der Kommunalsteuer ist für die Gemeinde sehr wichtig. Sollte dies nicht möglich sein, so sind Einschränkungen in vielen Bereichen unumgänglich“, so das Gemeindeoberhaupt.

Budget 2017

Volumen: 5.899.000 Euro

Investitionen:

» Entwässerung und Schutzwasserbau Halde: 1.450.000 Euro

» Ersatz einer Ratzbach-Brücke: 33.500 Euro

» Landesradroute: 50.400 Euro

» Straßenbau: 300.000 Euro

Schuldenstand: 4.597.200 Euro