Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Perfekte Analysen

Sport / 22.12.2016 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eine komfortable Situation, zumindest auf den ersten Blick. Doch so leicht war es gar nicht, denn: Altach verlor den Trainer dank des sportlichen Erfolges, kassierte dafür erstmals in der Klubgeschichte eine Ablösesumme. Nicht genug damit: Interimscoach und Marketingchef Werner Grabherr führte die Mannschaft zur Wintermeisterschaft. Die Achse Zellhofer-Grabherr-Spieler funktionierte bestens. Das blieb nicht unbeachtet, was auch die Liste an interessierten Trainern zeigte. Namen wie Ziege, Rolff oder Dutt tauchten in der Gerüchteküche auf, doch Altachs Suche nach dem Richtigen konzentrierte sich von Beginn an auf ein paar wenige.

Behutsam wurde der Markt in Österreich sondiert, stets unter der Prämisse, sportlich den nächsten Impuls setzen zu können. Immerhin darf der Neue eine voll funktionierende Einheit, ja den Bundesliga-Tabellenführer übernehmen. So unterschiedlich schießlich die Kandidaten wie Herzog, Hickersberger, Lederer, Letsch oder Scherb auch sein mögen, sie alle haben in Altachs Entscheidungsfindung früher oder später eine gewichtige Rolle gespielt.

Die Gespräche wollten es, dass mit Oliver Lederer und Martin Scherb ein Duo den begehrten Trainerstuhl unter sich ausmachen. Ein „junger Wilder“, der am Weg zur Pro-Lizenz ist und sich bei der Admira profiliert hat, sowie ein besonnener Analytiker, dessen Analysen beim Pay-TV-Sender Sky auf sehr viel Aufmerksamkeit stoßen. Letzteres dürfte wohl auch den Ausschlag geben.

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