Schritttempo wird im Forum eingefordert

Vorarlberg / 22.12.2016 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In der Begegnungszone beim LKH werden künftig vermehrt Kontrollen durchgeführt.   Foto: VN/js
In der Begegnungszone beim LKH werden künftig vermehrt Kontrollen durchgeführt.  Foto: VN/js

Temposünder in ­Begegnungszone sollen vermehrt abgestraft werden.

Bludenz. (VN-js) „Die sogenannte Begegnungszone wird scheinbar mit der Vorgabe von 20 km/h nicht ernst genommen“, ärgerte sich Werner Ranggetiner kürzlich im Bürgerforum Bludenz. „Vor allem in den Morgenstunden, wenn zudem noch der Schulweg stattfindet, stelle ich (täglich) fest, dass wirklich zu viele die Zone ignorieren und sich die Freiheit herausnehmen, ihr Tempo selbst zu bestimmen“, schildert Ranggetiner seine Beobachtungen und appelliert an die Exekutive „zum Schutz aller“ vermehrt Kontrollen durchzuführen.

Ernüchternde Analyse

Bei der Stadt zeigt man sich angesichts des Forumsbeitrags wenig überrascht. Auf Anordnung von Bürgermeister Mandi Katzenma­yer habe die Stadtpolizei schon im Herbst eine zweiwöchige genaue Verkehrszählung mit einer Analyse durchgeführt, heißt es aus dem Rathaus. „Darüber hinaus sind zusätzliche Geschwindigkeitsmessungen seitens der Beamten der Stadtpolizei in der Begegnungszone gemacht worden“, führt Stadtsprecher Stefan Kirisits weiter aus. „Das Ergebnis ist wahrlich nicht zufriedenstellend. Im Durchschnitt lagen die Geschwindigkeiten doch über den dort erlaubten 20 km/h. Spitzenwerte von sogar 60 km/h wurden bei den Verkehrsmessungen erreicht“, zeigt Kirisits auf. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde man seitens der Stadt aktiv und gab die Überprüfung zur Einrichtung einer Radarbox bei der Begegnungszone in Auftrag. „Solche Radarstandorte müssen durch das Eichamt geprüft und freigegeben werden“, informiert Kirisits. „Bis nun definitiv eine ständige Radarüberwachung in der Begegnungszone installiert wird, hat die Stadtpolizei aber den Auftrag, zusätzliche Geschwindigkeitsmessungen mit dem mobilen Lasergerät vorzunehmen“, so der Pressesprecher.

Eigenverantwortung

Einigen Bludenzer Verkehrsteilnehmern sind diese Überprüfungen der Stadtpolizei schon zum Verhängnis geworden. Geschwindigkeitsübertretungen von 20 km/h und mehr wurden bei der BH Bludenz angezeigt. Geringere Verstöße wurden direkt vor Ort abgestraft. „Letztendlich liegt die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung aber bei jedem einzelnen Verkehrsteilnehmer. Die Stadt wird sich in den kommenden Monaten verstärkt um diese Problematik kümmern. Wenn es sein muss, mit eben noch mehr Strafen“, so Kirisits abschließend.