„Verlegung der WM ist unrealistisch“

Sport / 22.12.2016 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
DOSB-Chef Vesper glaubt an eine WM 2018 in Russland. Foto: gepa
DOSB-Chef Vesper glaubt an eine WM 2018 in Russland. Foto: gepa

Trotz weiterer Doping­enthüllungen soll die Fußball-WM 2018 in Russland stattfinden.

Essen. Trotz der Doping­enthüllungen um russische Sportler hält DOSB-Chef Michael Vesper eine Verlegung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland für nicht realistisch. „Das wäre so kurzfristig kaum machbar und vermutlich extrem teuer“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes im Interview. Gleichzeitig betonte er, dass er es für richtig halte, Russland Sportveranstaltungen zu entziehen, wie zuletzt die Bob-WM 2017. „Das war zwingend notwendig.“ Er hoffe, dass andere Verbände nun ähnlich reagieren. Der Glaube an den sauberen Sport sei erschüttert worden. „Wir müssen Vertrauen zurückgewinnen.“

Maßstäbe im Auge

Kritik übte Vesper an mehreren Sportverbänden, die russische Athleten einfach nach Rio zu den Olympischen Spielen durchgewinkt hätten. Dabei seien oft nicht die Maßstäbe angelegt worden, die das IOC vorgegeben habe. Als Beispiel nannte er die Judoka. „Die russische Mannschaft in Rio war definitiv zu groß“, so der 64-Jährige.

Das wäre so kurzfristig kaum machbar und extrem teuer.

Michael Vesper