Wünsche an die Bulldogs

Sport / 22.12.2016 • 23:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Dornbirn möchte den ersten Saisonsieg gegen Linz – Boivin als Weihnachtspräsent?

Dornbirn. (VN-ko) Das Christkind muss jetzt einmal weghören. Die Eishockeyfans der Bulldogs wünschen sich zu Weihnachten diesmal etwas von ihrem Lieblingsklub: Zum einen den ersten Saisonerfolg heute im vierten Saisonspiel gegen Linz. Und dann wäre auch ein neuer Verteidiger nicht schlecht. Michael Boivin zum Beispiel, ein ehemaliger Salzburger. Der 26-jährige Kanadier stand schon 2014 bei Dornbirn auf der Wunschliste, landete dann aber bei EBEL-Ligakonkurrent Fehervar. In der letzten Saison verbuchte Boivin in der East Coast Hockey League für die Manchester Monarchs in 62 Spielen 33 Punkte, heuer waren es für Rapid City Rush und die Reading Royals (ebenfalls ECHL) in 24 Partien zwölf Zähler.

Die drei Duelle in dieser Saison gingen alle an die auf Tabellenplatz drei liegenden Stahlstädter, zwei Mal aber nur mit einem Tor Unterschied. Auswärts lief es zuletzt für Linz aber höchstens mittelprächtig, vier der letzten fünf Spiele wurden verloren, nur in Laibach gelang ein Sieg. Dem Team von Dave MacQueen fehlen mit 35 Punkten auf die Top-Sechs 15 Zähler oder fünf Siege bei elf verbleibenden Runden. Nur sechs Punkte oder zwei Siege sind es auf den zehnten Tabellenrang, der noch einen Bonuspunkt für die Qualifikationsrunde bringen würde. „Geheimnisse gibt es jetzt keine mehr“, sagt Stürmer Stefan Häußle. „Der Trainer hat uns gut eingestellt. Wir sind bereit für Linz.“ Wer von den zuletzt verletzten Cracks wieder einsatzfähig sein wird, ist noch nicht abzusehen.

Die Strafbank ist tabu

Nach dem 5:2-Erfolg gegen Innsbruck ist bei den Linzern vorläufig alles wieder gut. Zuvor hatten bescheidene Resultate für atmosphärische Störungen zwischen Trainer Rob Daum und der Mannschaft und für einige Unruhe gesorgt. Für Ex-Bulldogs-Stürmer Fabio Hofer soll das Stimmungshoch anhalten: „Wir haben uns gegen Innsbruck voll reingehängt und unsere Torchancen besser genützt. Jetzt wollen wir auch in Dornbirn gewinnen.“ Bei den Black Wings, die neben Hofer mit Patrick Spannring, Bernhard Fechtig und Dominic Divis drei weitere Ländle-Cracks sowie den Ex-Dornbirner Jonathan D’Aversa beschäftigen, gibt es Baustellen im Abwehrbereich. Derzeit hält man bei 99 Gegentreffern, das ist nur der siebtbeste Defensivwert. Auf der entgegengesetzten Seite funktioniert es besser: Linz verfügt mit über 25 Prozent über das effizienteste Überzahlspiel der zwölf Klubs. Dornbirn muss also weniger Strafen nehmen – auf der Strafbank ist man mit durchschnittlich 13,2 Minuten pro Spiel die Nummer eins.

Der Trainer hat uns gut eingestellt. Wir sind bereit für Linz.

Stefan Häußle