Ab 40 sinkt Bestreben nach Selbstständigkeit

Wissen / 23.12.2016 • 12:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Forscher fürchten um Innovationskraft in alternder Gesellschaft.

nürnberg. Arbeitsmarktforscher fürchten in der alternden Gesellschaft um die Innovationskraft der Wirtschaft. Laut dem Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gründeten ältere Menschen seltener ein Unternehmen als jüngere, ihre Firmengründungen seien seltener mit Produktinnovationen verbunden und meist gehe es ihnen um die Optimierung von Produktionsabläufen.

Die Forscher berufen sich dabei auf eine aktuelle Studie, die sie zusammen mit Wissenschaftern der Leibniz-Universität in Hannover erstellt haben. Danach sinkt die Bereitschaft, sich selbstständig zu machen, ab 40 Jahren deutlich. Ihren Höhepunkt erreicht sie zwischen 35 und 40. Ältere, die künftig einen wachsenden Teil der Bevölkerung in Ländern wie Deutschland oder Österreich ausmachen, trügen sich dagegen kaum mit dem Gedanken an eine Unternehmensgründung.

Vieles hänge allerdings auch von der Bildung der Betroffenen ab. Menschen mit hoher Bildung, einem Hochschulabschluss etwa, dächten selbst mit 50 oft noch an eine Unternehmensgründung – und damit häufiger als ihre Altersgenossen mit mittlerer und geringerer Bildung. Noch längst nicht ausgeschöpft sehen die Forscher auch das Potenzial von Frauen beim Thema Selbstständigkeit. Staatliche Gründungsförderung sollte sich daher stärker auf Frauen und Ältere konzentrieren, raten die Forscher.