Anrainer haben kein Mitspracherecht

Leserbriefe / 23.12.2016 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Das größtmögliche Einvernehmen mit den umliegenden Einwohnern ist ein erklärtes, zu erreichendes Ziel für die weiterführenden Planungsarbeiten.“ Diese Forderung wurde, wie später zutage kam, der Wohnbauselbsthilfe in Götzis für den Ausbau des Gebietes Wieden/Kalkofenweg auferlegt. Leider fanden Gespräche mit den Anrainern diesbezüglich nie statt. Im Gegenteil. Das den Anrainern zugestandene Mitspracherecht wurde seitens der Gemeinde als Amtsgeheimnis einbehalten. Nach dem Auffrischen des Wirtschaftsparkgebäudes mit 5200 m2 Gewerbefläche, Kindertagesstätte und Gastronomiebetrieb wurden die ersten drei Wohntürme mit 65 Wohnungen, in diesem nun zum Quartier degradierten Gebiet, von der Prisma AG beantragt.

Hinterher verkauft an die Wohnbauselbsthilfe, welche nun nochmals drei Klötze zu bauen plant. Zwischenzeitlich konnte ein Unternehmer inmitten dieser Großprojekte in einer beinahe Nacht- und Nebelaktion aus Gewerbeimmobilien weitere 75 Wohnungen zaubern. In Zukunft ragen in Götzis auf einer Fläche von 200 x 200 m
14 Bauklötze (Wohnungen Bestand, neu gebaut, in Planung) in die Höhe und das alles an nur einem einzigen schmalen Zubringer – dem Kalkofenweg! Meinungen von Experten (Architekten, Raumplanung …), welche nicht den Wünschen der Bauwerber entsprechen, werden missachtet, und die Anrainer warten bis zum heutigen Tag auf ein konstruktives Gespräch im Beisein aller Beteiligten. So wird sich die nächste anstehende Bauverhandlung mit Sicherheit nicht einfach gestalten.

Thomas Hämmerle,

Kalkofenweg,
Götzis