Gratulation zum Geburtstag

Vorarlberg / 23.12.2016 • 17:46 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Ottilie Neßler (90)

Ludesch. Morgen, am Weihnachtsfest, darf Frau Ottilie ihren 90. Geburtstag feiern. Aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen befindet sich die Jubilarin seit November 2015 im Sozialzentrum IAP in Ludesch. Bis zu ihrem Umzug wurde sie zehn Jahre lang, davon fünf Jahre intensiv, liebevoll von ihrer Tochter Elisabeth betreut.

Frohes Fest

Die Jubilarin wird an ihrem Geburtstag in das Haus von Lisi zu einer schönen Geburtstagsfeier mit Kindern und Enkeln eingeladen. Darauf freut sie sich ganz besonders. Am Tag darauf steigt nochmals ein Geburtstagsfest, an dem ihre Geschwister, die extra von Tirol anreisen, ebenfalls herzlich gratulieren werden.

Frau Neßler, die als zweit­ältestes von neun Kindern in Schnann/Tirol geboren wurde, hat eine arbeitsreiche Kinder- und Jugendzeit hinter sich. Die Zeiten waren damals sehr karg, und so musste sie im Haushalt und in der Landwirtschaft kräftig mit anpacken. Nebst Stall- und Heuarbeiten wurde sie mit vollbepacktem Rucksack auf den zweieinhalbstündigen Fußmarsch, der nur mit Steigeisen möglich war, auf die Bergwiesen geschickt. Dort verbrachte sie von Montag bis Samstag ihre Zeit in einer Berghütte, um zu mähen und die Heuarbeiten zu erledigen. Am Samstag zog sie ins Tal, um den Sonntagsgottesdienst nicht zu versäumen.

Als sie 21 Jahre alt war, wollte Ottilie endlich ihr eigenes Geld verdienen. So kam sie ins Ländle und arbeitete in einer Landwirtschaft und Gärtnerei in Ludesch. Damals lernte sie auch ihren späteren Mann Hugo Neßler kennen, den sie nach sieben Jahren Bekanntschaft heiratete. Aus dieser harmonischen Verbindung stammen die Kinder Franz, Erwin, Josef und Elisabeth. Mittlerweile hat sich ihre Nachkommenschaft auf zehn Enkel und neun Urenkel vergrößert.

Arbeit und Familie

Nebst der Landwirtschaft, die sie aufgrund der beruflichen Tätigkeit ihres Mannes vorwiegend allein bewältigte, nähte und strickte sie sämtliche Kleidung für ihre Kinder. Nach einer schweren Erkrankung und dem Tod ihres Ehegatten wurde die Landwirtschaft aufgelassen. Später standen die Jubilarin und ihre Tochter vor der schweren Entscheidung, das sanierungsbedürftige Haus zu renovieren oder ein neues zu bauen. Sie entschlossen sich für einen Neubau, den Tochter Elisabeth nach dem Abbruch des alten Gebäudes 2003 erstellte. Lange Zeit lebte die Jubilarin in ihrer eigenen Wohnung im neuen Haus, bis ihr Gesundheitszustand einen ganztägigen pflegerischen Aufwand erforderte. Gerne liest Frau Ottilie heute noch das Neueste aus den VN und sieht sich Ski- und Kochsendungen im Fernsehen an. Auch freut sie sich ganz besonders über die Besuche ihrer Kinder und Enkelkinder. Herzlichen Glückwunsch und ein frohes Geburtstagsfest wünschen Ottilie alle Kinder, Schwiegerkinder, Enkel und Urenkel!

Mathilde Fink (78)

Hörbranz. Frau Fink, geb. Mayr, kam in Rieder bei Marktoberdorf/D am 26. Dezember 1938 als jüngstes von acht Kindern des Johann und der Maria Mayr zur Welt. Ihr Vater war sehr religiös. Ihre Mutter verlor bei ihrer Geburt die Sprache, was ihren Vater dazu bewog, ein Gelübde abzulegen. Nach einiger Zeit konnte ihre Mutter dann wieder sprechen, und als Dank ließ ihr Vater eine schöne Kapelle errichten. Die Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft, wo es immer viel zu tun gab. Als Mathilde zwölf war, starb ihre Mutter mit erst 54 Jahren an Krebs. Mathilde erledigte dann mit ihrem Vater die ganze Arbeit, ihre älteren Geschwister arbeiteten bei anderen Bauern, bis sie dann einen Beruf erlernten. Der Vater heiratete dann später nochmals. Anfangs war es für Mathilde mit der Stiefmutter nicht so einfach, doch hat sich dann ein gutes Verhältnis entwickelt. Zuerst arbeitete Mathilde in einer Fabrik, später war sie Hausgehilfin bei der Firma Nagel.

Große Liebe

1960 lernte Mathilde den Schuhmacher Alois kennen, es war Liebe auf den ersten Blick! Schon am 13. Mai 1961 wurde geheiratet. Alois arbeitete später 39 Jahre bei der Firma Sannwald. Aus der glücklichen Ehe gingen fünf Kinder hervor, 1962 wurde Erwin, 1963 Angela, 1968 Harald, 1973 Dietmar und 1979 Martina geboren. Inzwischen hat Mathilde schon fünf Enkel.

Leider musste Mathilde im April letzten Jahres den Verlust ihres Mannes hinnehmen. Sie erlitt dann einen Herzinfarkt, von dem sie sich aber wieder recht gut erholt hat. Die Jubilarin macht noch vieles selber, wird auch von zwei Söhnen unterstützt. Viel Freude macht ihr das Lesen und Rätsel-Lösen. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass es ihr gesundheitlich wieder besser geht. Das Jubiläum wird nett zu Hause im Kreise der Familie gefeiert.