Scherb ist Altachs Trumpf-Ass

Sport / 23.12.2016 • 19:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gemeinsam die Herausforderungen angehen: Altach-Präsident Karlheinz Kopf (r.) und Peter Pfanner, Aufsichtsratsvorsitzender. VN-Stiplovsek
Gemeinsam die Herausforderungen angehen: Altach-Präsident Karlheinz Kopf (r.) und Peter Pfanner, Aufsichtsratsvorsitzender. VN-Stiplovsek

Der Niederösterreicher einigte sich mit dem BL-Tabellenführer auf einen Vertrag bis 2018.

Altach. Als vorweihnachtliches Geschenk sieht er sich nicht, vielmehr will er anpacken. Die Rede ist von Altachs Neuem, Martin Scherb. Der 47-jährige Niederösterreicher wurde vom Cashpoint SCR Altach am Tag vor Weihnachten als neuer Trainer bestätigt. Der Vertrag läuft bis Sommer 2018. Die Präsentation von Scherb findet am 27. Dezember statt, am 9. Jänner startet er mit der Mannschaft in die Vorbereitung. Ein, zwei Tage vorher wird er in Vorarlberg erwartet, um vor Ort die Gegebenheiten kennenzulernen und mit seinem Trainerstab erste Gespräche zu führen. Apropos Trainerstab: Wohl erst in den kommenden Tagen wird geklärt, ob Scherb einen Kotrainer mit nach Altach bringen wird.

Besonnene Entscheidung

Seitens des Klubs äußerte Präsident Karlheinz Kopf seine Zufriedenheit über die Vertragsunterzeichnung mit dem ehemaligen St.-Pölten-Trainer, der sich in den vergangenen drei Jahren einen ausgezeichneten Namen als Experte bei Sky Austria gemacht hat. „Wir haben uns einige Zeit genommen und uns mit mehreren Kandidaten auseinandergesetzt“, sagt Kopf. Letztendlich aber habe man sich immer auf eine österreichische Lösung konzentriert. Im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung sei die Frage gestanden: „Welcher Trainer passt unserer Meinung nach am besten zu Altach?“

Am Tag der Bekanntgabe des neuen Trainers wollte Kopf dann auch nicht mehr über andere Kandidaten sprechen. Fakt sei allerdings auch, dass sich der Verein in den vergangenen Jahren einen guten Namen gemacht und auch das Interesse prominenter Namen geweckt habe. Und so wurde viel spekuliert, wobei Kopf betont, dass man sich auf Vereinsseite nie auf die Spekulationen eingelassen habe. Diesbezüglich bescheinigt er auch den beiden Geschäftsführern Christoph Längle und Georg Zellhofer (Sport) eine gute Arbeit in den vergangenen Wochen. „Wir haben uns nie von unserem Weg abbringen lassen und uns stets auf einen eigenen Lösungsansatz konzentriert“, betont Kopf. Deshalb sei es jetzt auch nicht ratsam, über ungelegte Eier zu reden.

Scherb bringt aus seiner Trainertätigkeit sowohl Erfahrung im Nachwuchs- als auch im Profibereich mit. Den SKN St. Pölten führte er von der Regionalliga in die Erste Liga, in der Saison 2011/12 wurde er als „Young-star Coach“ ausgezeichnet. Nach sechs Jahren und 234 Spielen auf der Trainerbank endete dann die Zusammenarbeit, nachdem man fünf der ersten acht Saisonspiele verloren hatte. Jetzt ist er zurück im Trainergeschäft und freut sich auf die Aufgabe. „Ich fühle mich geehrt, mit Altach den Tabellenführer trainieren zu dürfen.“

Scherb, übernehmen Sie! Am Dienstag erfolgt die Präsentation von Martin Scherb als neuer Altach-Trainer. Foto: gepa
Scherb, übernehmen Sie! Am Dienstag erfolgt die Präsentation von Martin Scherb als neuer Altach-Trainer. Foto: gepa

Zur Person

Martin Scherb

Arbeitete jahrelang als Spezialtrainer an der Fußball-Akademie in St. Pölten

Geboren: 23. Juni 1969 in St. Pölten

Trainer-Ausbildung: UEFA-Pro-Lizenz

Laufbahn als Trainer: SC St. Pölten, Maria Anzbach, Herzogenburg, Tulln, SKN St. Pölten, Cashpoint SCR Altach (Vertrag bis Juni 2018)

Laufbahn als Spieler: SC St. Pölten, FC Sturm 19 St. Pölten, SC Amaliendorf, SV Maria Anzbach, SV Gmünd, SC Herzogenburg

Familie: verheiratet mit Frau Gerlinde, zwei Töchter