„Straftaten am Bahnhof eher gering“

Vorarlberg / 23.12.2016 • 21:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die konsequente Überwachung des Dornbirner Bahnhofareals scheint sich zu bewähren. Foto: STD

Die konsequente Überwachung des Dornbirner Bahnhofareals scheint sich zu bewähren. Foto: STD

Dornbirner Stadtchefin sieht kein besonderes Sicherheitsproblem. Weichen für neues Polizeirevier gestellt.

Dornbirn. (ha) Täglich bevölkern rund 10.000 Menschen, Fahrgäste und Passanten, das Dornbirner Bahnhofsgelände. Trotz des Auflaufs gibt es kein besonderes Sicherheitsproblem, beruhigt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann jene, die sich vor allem in den Abend- und Nachtstunden dort nicht besonders wohlfühlen.

„Die Zahl der Straftaten ist sowohl absolut als auch in Relation zu der doch erheblichen Zahl der anwesenden Menschen eher gering“, zeigt sich die Stadtchefin, ohne konkrete Zahlen zu nennen, mit der Situation vor allem auf dem Busbahnhof zufrieden. Die offenbar recht friedlichen Zustände führt sie unter anderem auch auf laufende Kontrollen der Sicherheitskräfte, auf die Anwesenheit von Sozialarbeitern oder den Sicherheitsdienst der ÖBB und des Stadt- und Landbusses zurück. Auch FPÖ-Stadtrat Walter Schönbeck, der das Geschehen rund um den Bahnhof immer kritisch beobachtete, stellt eine Beruhigung fest: „Die Situation hat sich verbessert. Das bestätigen Sicherheitskräfte und soziale Institutionen mit eindrücklichen Zahlen. Das Modell der laufenden Überwachung, verbunden mit sozialer Betreuung, scheint zu funktionieren.“

Trotzdem wünscht sich die Stadt die Übersiedlung der Bundespolizeiinspektion von der Stadtstraße an den Bahnhof, auch um die Bahnhofszene noch besser unter Kontrolle zu halten.

Die Weichen für einen Neubau, den die Stadt auf eigene Kosten auf dem Großparkplatz beim Bahnhof errichten will, um das Gebäude anschließend an den Bund zu vermieten, sind aus Dornbirner Sicht längst gestellt, so die Bürgermeisterin: „Für die Planung sind 500.000 Euro im Budget vorgesehen, in der Hoffnung, dass die definitive Freigabe durch die Ministerien im ersten Quartal 2017 erfolgt.“ Einen Termin für einen Spatenstich will sie nicht nennen, „denn die Mühlen in Wien mahlen anders als von uns gewünscht“.

Rasche Zusage erwartet

Auch Schönbeck erwartet sich eine baldige Entscheidung aus der Bundeshauptstadt: „Wir sind dem Bund in dieser Sache sehr weit entgegen gekommen, deshalb dürfen wir uns eine möglichst rasche Zusage aus Wien erwarten.“ Das hofft auch SP-Stadtrat Gebhard Greber. Er erinnert daran, dass Altbürgermeister Wolfgang Rümmele schon 2013 einen Baubeginn für 2014 angekündigt hat. „Drei Jahre nach Rümmeles Ankündigung ist immer noch kein Einvernehmen mit den zuständigen Ministerium erzielt worden“, vermisst Greber entsprechende Konsequenz bei der Verhandlungen.