Böllerunfälle passieren zu 90 Prozent an Silvester

Vorarlberg / 26.12.2016 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit Feuerwerkskörpern muss man richtig umgehen können. Foto: APA
Mit Feuerwerkskörpern muss man richtig umgehen können. Foto: APA

Kuratorium für Verkehrssicherheit gibt Tipps zum sicheren Ballern an Silvester.

Schwarzach. Kommenden Samstag ist Silvester, der Verkaufsstart für Raketen und Böller steht vor der Tür. Das nimmt das Kuratorium für Verkehrsicherheit zum Anlass, vor den Gefahren durch Feuerwerkskörper zu warnen. Jedes Jahr verletzen sich in Österreich Hunderte Personen durch Feuerwerkskörper. „Etwa 90 Prozent dieser Unfälle ereignen sich in den Stunden rund um Silvester“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV.

Besonders sind junge Menschen betroffen: 40 Prozent aller Verletzten sind 15 bis 24 Jahre alt. 21 Prozent der Verletzten sind sogar jünger als 15 Jahre. Und 97 Prozent aller Opfer sind männlich.

Fehler vermeiden

Das KFV warnt daher vor einigen Kardinalfehlern beim Umgang mit Böllern. So sollte man keinesfalls nicht zugelassene Produkte kaufen, die auch nicht geprüft sind. Wer Böller zündet, muss außerdem für den nötigen Platz sorgen: Für jedes pyrotechnische Produkt gibt es einen auf der Packung eigens angegebenen Mindestsicherheitsabstand, der unbedingt eingehalten werden muss.  Anzünden sollte man seinen Böller immer mit möglichst großem Körperabstand. Und es gilt, pyrotechnische Versager („Blindgänger“) niemals ein zweites Mal anzuzünden, weiterzuverwenden oder gar nachzusehen, was denn da los ist.

Raketen sollte man niemals mit dem Stab in den Erdboden stecken oder einzeln stehende Flaschen als Abschussrampe benutzen. Raketen müssen leichtgängig und ohne Widerstand aufsteigen können.