Schulbub als heißer Kandidat für Sieg

Sport / 26.12.2016 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wunderkind Domen Prevc schielt auf den Gesamtsieg. Foto: afp
Wunderkind Domen Prevc schielt auf den Gesamtsieg. Foto: afp

Der 17-jährige Domen Prevc könnte seinen Bruder Peter als TourSieger ablösen.

oberstdorf. Keine Extrawurst für den „Domenator“ – dafür immerhin einen Kuchen: Vor dem kurzen Weihnachtsurlaub musste Domen Prevc noch daheim in Kranj die Schulbank drücken, aber mitten im Chemie-Unterricht fuhren die Klassenkameraden des Gimnazije Franceta Preserna eine mächtige Torte für ihn auf. Unter einem Foto des slowenischen Ausnahme-Skispringers stand darauf zu lesen: „Wir sind deine treuesten Fans!“ Dabei hat der coole Teenager vor der am Donnerstag beginnenden Vierschanzentournee Nervennahrung nun wirklich nicht nötig. „Ich spüre derzeit überhaupt keinen Druck“, sagt Prevc. Spätestens seit seinem Sieg bei der Generalprobe in Engelberg – seinem vierten im siebten Springen – ist das 17 Jahre alte Flugwunder der große Favorit für den Tourneesieg und damit auf die Nachfolge seines Bruders Peter.

Als Familie bei der Tournee

„Klar, ich bin im Moment der dominierende Springer. Aber so etwas kann sich sehr schnell ändern“, sagt der jüngste der drei Prevc-Brüder, die als erstes Geschwister-Trio eine Tournee gemeinsam bestreiten.

Lob für „Flugwunder“

Sollte Domen der große Coup wirklich gelingen, wäre er mit dann 17 Jahren und 7 Monaten der zweitjüngste Tourneesieger der Geschichte. Lediglich der Finne Toni Nieminen war 1991/92 jünger (16 Jahre 7 Monate). „Fliegerisch ist er das Beste, was es bislang gegeben hat“, sagt der deutsche Bundestrainer Werner Schuster. Dass Prevc das Zeug zum Gesamtsieg hat, darüber ist sich die Fachwelt einig.