AK-Keckeis lässt an neuer Zulage kein gutes Haar

Vorarlberg / 27.12.2016 • 20:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch. (VN-tw) „Kostspieliger Unsinn“. So bezeichnet Rainer Keckeis (58) als AK-Direktor die im Dezember vom Parlament beschlossene neue Ausgleichszulagenregelung für Menschen mit mindestens 30 Versicherungsjahren. „Mit der Anknüpfung an Versicherungszeiten wird aus einer bisher reinen Sozialleistung künftig eine Pensionsleistung, die exportierbar ist.“ Diese Neuregelung bedeutet laut Keckeis jedoch nicht, dass diese Versicherungsjahre in Österreich geleistet werden müssten. „Es genügt, wenn nur dreizehn Monate in Österreich in das Pensionssystem Beiträge geleistet werden, der Rest kann in das Pensionssystem eines Landes der EU oder eines Landes mit einem Assoziierungsvertrag geleistet werden.

Laut Keckeis ist nämlich „damit zu rechnen, dass der Großteil der neuen Ausgleichszulagen ins Ausland geleistet werden müssen.“ Die Kosten für dieses großzügige Geschenk werden sich laut Schätzungen der Experten der Pensionsversicherungsanstalt auf knapp eine Milliarde Euro pro Jahr belaufen. Und das, so der AK-Direktor, bei einer ständigen Diskussion über die nachhaltige Finanzierbarkeit des heimischen Pensionssystems, das derzeit für ASVG-Versicherte einen Jahreszuschuss aus dem Bundesbudget von rund 4,5 Milliarden Euro benötigt.