„Neos üben Kritik am herrschenden System“

Vorarlberg / 27.12.2016 • 20:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Volksvertreterin Martina Pointner (43, Neos) kontert einem Appell der Landesbäuerin.

Bregenz. (VN-tw) „Mehr Fairness im politischen Umgang“ forderte Andrea Schwarzmann (51, VP) im Hinblick auf „den Umgang“ mit Josef Moosbrugger (50, VP) als Landwirtschaftskammerpräsident von der Abgeordneten Pointner. Schwarzmann wollte Moosbrugger in Sachen Schweineskandal Schützenhilfe leisten (die VN berichteten). Pointner weist die Kritik scharf zurück.

Fakten gegen Moosbrugger?

„Ich kann ihre massiven Vorwürfe nicht so stehen lassen. Klarstellen möchte ich: Meine Kritik richtete sich gegen das ,System Landwirtschaft‘, also die Landwirtschafts- und Kammerpolitik, nicht gegen die Landwirtschaft als solches“, meint Pointner. Aus ihrer Sicht gibt es im „Fall Moosbrugger“ Erklärungsbedarf: Fakt sei, dass dieser als Chef der ,Ländle Viehvermarktung‘ seinerzeit in den skandalösen Schlachttiertransport von Vorarlberg nach Graz und jetzt auch in „fragwürdige Schweinetransporte aus Deutschland involviert ist“. Fakt sei darüber hinaus, dass der Landesrechnungshof „massive Mängel in der Landwirtschaftskammer“ aufgezeigt habe. Pointner zu Schwarzmann: „Wenn es ihnen wirklich ein Anliegen ist, dass Politik ernst genommen wird, dann nehmen sie ihre Aufgabe als Kammer-Vizepräsidentin ernst.“