Obdachlosen in Brand gesteckt: Täter gefasst

Welt / 27.12.2016 • 22:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berlin. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen sieben junge Männer und Jugendliche, die in der Weihnachtsnacht einen schlafenden Berliner Obdachlosen angezündet haben sollen, Haftbefehle beantragt. Der Vorwurf lautet auf gemeinschaftlichen versuchten Mord. Über die meisten Haftbefehle wolle ein Ermittlungsrichter noch am Dienstag entscheiden, sagte Karin Müller, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Männer sollen in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag im U-Bahnhof Schönleinstraße die Kleidungsstücke eines 37-jährigen Obdachlosen angezündet haben. Der Mann schlief auf einer Bank. Er blieb unverletzt, weil Passanten eingriffen. Die jungen Männer waren nach dem Angriff mit einer U-Bahn geflüchtet, wurden aber von Überwachungskameras gefilmt. Rasch veröffentlichte die Polizei ziemlich scharfe Fotos und die Videoaufnahme. Sechs Männer hatten sich am Montag nach der Veröffentlichung des Bildmaterials aus der Tatnacht bei der Polizei gestellt. Der siebte wurde Dienstagfrüh festgenommen. Unter den Tatverdächtigen sind nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft sechs Syrer und ein Mann aus Libyen. Die Tatverdächtigen sind nach Angaben der Ermittler zwischen 15 und 21 Jahre alt und sollen zwischen 2014 und 2016 als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist sein.