Pole lange vor dem Anschlag erschossen

Politik / 27.12.2016 • 22:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

berlin. Der mutmaßliche Berlin-Attentäter Anis Amri hat einem Medienbericht zufolge früher als bisher vermutet auf den polnischen Lkw-Fahrer Lukasz Urban geschossen. Zuvor wurde vermutet, dass der Fahrer bei dem Anschlag am Montagabend in das Lenkrad gegriffen haben könnte, um die Attacke zu beenden. Die „Bild“-Zeitung schrieb nun, der Obduktionsbericht ergab, dass Urban zwischen 16.30 Uhr und 17.30 Uhr einen Kopfschuss erlitten habe. Es sei zwar möglich, dass er zum Zeitpunkt des Attentats gegen 20 Uhr noch gelebt habe. Mediziner schließen aber aus, dass er in der Lage gewesen sei, bewusst zu handeln. Die Spuren am Lenkrad seien vermutlich entstanden, als sein Körper dagegengeschleudert worden sei. Die für die Ermittlungen zuständige Bundesanwaltschaft wollte sich weder zu dem Bericht noch zum weiteren Stand der Ermittlungen äußern.

Vor einer Woche hatte der Tunesier Amri vermutlich einen Lkw in den Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert. Zwölf Menschen, darunter Lukasz, wurden getötet. Amri war in der Nacht zum Freitag nach mehrtägiger Flucht in Mailand in eine Polizeikontrolle geraten und getötet worden.