Tod mit 60: „Stars-Wars“-Welt trauert um ihre Prinzessin Leia

Menschen / 27.12.2016 • 22:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Carrie Fisher mit Harrison Ford und Mark Hamill in einer Szene aus „Star Wars.“ Sie starb gestern mit nur 60 Jahren. Fotos: AP, AFP
Carrie Fisher mit Harrison Ford und Mark Hamill in einer Szene aus „Star Wars.“ Sie starb gestern mit nur 60 Jahren. Fotos: AP, AFP

US-Schauspielerin Carrie Fisher nach Herzanfall mit 60 Jahren gestorben.

Los Angeles. Als beherzte Prinzessin Leia gewann Carrie Fisher in den „Star Wars“-Filmen ein Millionenpublikum für sich. Doch die Herausforderung ihres Lebens waren keine galaktischen Sternenkriege. Die mit den „Star Wars“-Filmen weltberühmt gewordene Schauspielerin Carrie Fisher ist tot. Die Darstellerin der Prinzessin Leia sei am Dienstagmorgen (Ortszeit) im Alter von 60 Jahren gestorben, ließ ihre Tochter Billie Lourd durch ihren Sprecher Simon Hills mitteilen. Sie werde ihre Mutter zutiefst vermissen.

Fisher hatte einen Tag vor Heiligabend auf dem Flug von London nach Los Angeles einen Herzanfall erlitten. Sie wurde nach Angaben ihres Bruders Todd Fisher auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Kalifornien behandelt.

„Star Wars“-Anführerin

Fisher hatte 1975 an der Seite Warren Beattys in „Shampoo“ ihr Filmdebüt gegeben. Zu sehen war sie unter anderem auch in „Blues Brothers“, „Harry und Sally“ und „Hannah und ihre Schwestern“. Weltbekannt wurde sie jedoch mit ihrer Darstellung der Prinzessin Leia. In die Rolle der Anführerin einer galaktischen Rebellion gegen das Böse schlüpfte sie nach „Krieg der Sterne“ in drei weiteren Filmen der Saga, darunter „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ von 2015.

Erfolgreiche Autorin

Erfolg hatte Fisher auch als Autorin von Büchern, in denen sie schonungslos eigene Kämpfe gegen Sucht und psychische Leiden schilderte. Sie habe schon mit zwölf Jahren Gras geraucht und mit 21 LSD genommen, berichtete sie. Mit 24 sei bei ihr eine bipolare Störung festgestellt worden. Sie habe sich einer Elektroschocktherapie unterzogen.

Seit 2006 tourte sie mit ihrer Show „Wishful Drinking“ durch die USA. Darin erzählte sie von ihren skandalumwitterten Eltern, der Schauspielerin Debbie Reynolds und dem Sänger Eddie Fisher, der die Familie für Elizabeth Taylor verließ. Außerdem erörterte Fisher ihre kurze Ehe mit dem Musiker Paul Simon, sprach darüber, wie der Vater ihrer Tochter sie wegen eines Mannes sitzen ließ und über den Tag, als sie neben einem toten platonischen Freund aufwachte, der sich in ihrem Bett eine Überdosis verabreicht hatte. „Ich bin ein Produkt von Hollywood-Inzucht“, sagte sie voller Sarkasmus in ihrer Show. „Wenn sich zwei Berühmtheiten treffen, kommt jemand wie ich dabei heraus.“ Ihre Probleme mit Drogen seien allerdings nicht so groß wie ihre Schwierigkeiten mit der Nüchternheit.

Erst vor Kurzem warb Carrie Fisher für ihr neues Werk „The Princess Diarist“. Darin enthüllt sie, dass sie am „Star Wars“-Set mit ihrem Kollegen Harrison Ford eine Affäre gehabt habe.