Weihnachten brachte vielerorts Wetterchaos

Welt / 27.12.2016 • 22:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Hamburg setzte eine Sturmflut in der Nacht zum Dienstag einige Straßen und den Fischmarkt in St. Pauli unter Wasser. Foto: AP
In Hamburg setzte eine Sturmflut in der Nacht zum Dienstag einige Straßen und den Fischmarkt in St. Pauli unter Wasser. Foto: AP

Schneestürme in den USA, Regenfälle in Australien und Unwetter in Norddeutschland.

Hamburg. Mit einer Sturmnacht ist das Weihnachtsfest im Norden Deutschlands und Europas zu Ende gegangen. Überflutungen, umgestürzte Bäume und umherfliegende Gerüstteile hatten zuvor zahlreiche Feuerwehreinsätze im Norden ausgelöst und Unfälle verursacht.

In Hamburg stand unter anderem der Fischmarkt unter Wasser. Blitze trafen zwei Flugzeuge auf dem Weg nach Kopenhagen. Bei Kiel kam am Montagabend eine 34 Jahre alte Autofahrerin ums Leben, als ein umstürzender Baum auf ihr fahrendes Auto krachte. Eine Windböe wehte einen Lastwagen von der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt. Zudem wurden bei einer Karambolage auf der vereisten Autobahn bei Schwerin zwei Menschen verletzt. Nach einem Hagelschauer am Montagabend sei die Fahrbahn mit Eis bedeckt gewesen, teilte die Polizei mit. Mehrere Wagen kamen deshalb ins Schleudern und stießen zusammen.

Uluru wird zu Wasserfall

Anders sieht es in Australien aus. Dort hat ein gewaltiger Weihnachtssturm für ein besonderes Schauspiel am weltbekannten Felsmassiv Uluru gesorgt. Auf vom Sender BBC veröffentlichten Bildern sind Bäche zu sehen, die die roten Steilhänge des Felsens hinunterstürzen. Der den Uluru umgebende Nationalpark konnte nach zweitägiger Schließung wegen der heftigen Regenfälle am Dienstag wieder eröffnet werden.

Der Uluru, früher Ayers Rock genannt, liegt etwa 350 Kilometer südwestlich der Wüstenstadt Alice Springs. Regen ist im für gewöhnlich wüstenhaft-heißen Zentralaustralien äußerst selten. Das australische Meteorologie-Büro BOM bezeichnete den Weihnachtssturm als Ereignis, wie es nur zweimal im Jahrhundert vorkomme.

Zu viel Schnee auf einmal

Schnee gibt es hingegen in den USA. Zwar sind die heftigen Schneestürme im Mittleren Westen wieder abgeschwächt, dennoch waren am Dienstag in den Staaten Michigan sowie North und South Dakota Tausende ohne Strom. Bis die Leitungen wieder funktionieren, könne es noch ein paar Tage dauern. Dafür hoben die Behörden den größten Teil der am ersten Weihnachtstag verhängten Straßensperrungen und Reisewarnungen auf. Der Wetterdienst warnte aber, einige Straßen seien immer noch blockiert. Außerdem könne es zu Schneeverwehungen kommen. Der internationale Flughafen in Minot in North Dakota nahm am Dienstag seinen Betrieb wieder auf. Auch der Flughafen St. Paul in Minneapolis arbeitete wieder normal.