Amris Kontaktmann festgenommen

Politik / 28.12.2016 • 22:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am 19. Dezember wurde dieser Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gelenkt. Bei dem Attentat starben zwölf Menschen.  Foto: afp
Am 19. Dezember wurde dieser Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt in Berlin gelenkt. Bei dem Attentat starben zwölf Menschen. Foto: afp

Nummer des Tunesiers auf Amris Handy gespeichert. Viele Ausländer unter Opfern des Anschlags in Berlin.

berlin. (VN) Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Attentäter von Berlin, Anis Amri, hat es einem Bericht von „Spiegel Online“ zufolge eine Festnahme in der deutschen Hauptstadt gegeben. Bestätigt hat das am Mittwoch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Verdacht der Mittäterschaft

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 40-jährigen Tunesier, der als Kontaktmann von Amri fungiert habe. Nach Informationen von „Spiegel Online“ lebt der Verdächtige in Berlin-Tempelhof. Auf Grundlage eines Beschlusses des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs durchsuchten Ermittler des Bundeskriminalamts die Wohn- und Geschäftsräume des Mannes.

Im Mobiltelefon Amris, das am Tatort gefunden worden war, sei die Nummer des Festgenommenen gespeichert gewesen, erklärte die Bundesanwaltschaft. Die Ermittlungen deuteten darauf hin, dass er in den Anschlag eingebunden gewesen sein könnte. Inwieweit sich der Verdacht erhärten lasse, bleibe abzuwarten. Bis Donnerstag werde geprüft, ob ein Haftbefehl beantragt werde, hieß es.

Das Attentat war vor neun Tagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin verübt worden, als der mutmaßliche Attentäter mit einem Sattelschlepper in die Menge raste. Zwölf Menschen starben, 55 wurden verletzt.

Viele Ausländer unter Opfern

Unter den Opfern befinden sich zahlreiche Ausländer. Die Toten und Verletzten der Lkw-Attacke stammen aus gut einem Dutzend Länder, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Unter den Toten sind neben Deutschen eine Italienerin, eine Israelin, ein Pole, ein Ukrainer und ein Opfer aus Tschechien.

Die Ausländer unter den Verletzten stammen demnach aus den USA, Israel, Spanien, Italien, Großbritannien, Ungarn, Finnland, Frankreich und aus dem Libanon. Angaben, wie viele Verletzte aus welchem Land kommen, gab es zunächst nicht.