Die Grande Dame der Swinging Sixties ist 70

Menschen / 28.12.2016 • 22:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Marianne Faithfull singt Ende November in der wiedereröffneten Pariser Konzerthalle Bataclan zum Jahrestag der Terroranschläge. Foto: AFP
Marianne Faithfull singt Ende November in der wiedereröffneten Pariser Konzerthalle Bataclan zum Jahrestag der Terroranschläge. Foto: AFP

London. Sie verkörperte die Sixties wie keine andere: vom unschuldigen Rock-Küken zu Mick Jaggers Muse, dann kamen Heroin und Obdachlosigkeit. Heute, Donnerstag, feiert Marianne Faithfull, die Grande Dame des britischen Rocks, ihren 70. Geburtstag.

Ihre Berühmtheit verdankt sie vor allem der Beziehung mit Mick Jagger. Mit 17 entdeckt der Rolling-Stones-Manager die Schönheit mit dem Schmollmund auf einer Party und schreibt für sie den Hit „As Tears Go By“ mit Mick Jagger und Keith Richards, „den kleinen Song, mit dem die ganze verdammte Sache begann“, so Faithfull. Dann geht alles ganz schnell: Ein Jahr später – 1965 – heiraten Jagger und Faithfull, sie bekommt einen Sohn. Mit 19 rennt sie mit Mick Jagger davon. Die beiden werden zum Traumpaar der Swinging Sixties, reisen, feiern, nehmen Drogen. Als Mick Jagger 1971 schließlich seine neue Flamme Bianca am Strand von Saint Tropez heiratet, sitzt Faithfull wegen Drogenmissbrauchs im Gefängnis. Ihr Sohn Nicholas wird ihr weggenommen. Zwei Jahre lang überlebt sie obdachlos im damaligen Londoner Rotlicht- und Musikerviertel Soho. Erst Mitte der 80er Jahre – mit knapp 40 – schaffte sie es in ein normales Leben zurück. Viele Jahre steht sie schon wieder auf der Bühne, tourt und nimmt Alben auf.