Rupprechter will Abschaffung des „Dieselprivilegs“

Leserbriefe / 28.12.2016 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 27. Dezember 2016.
VN-Bericht vom 27. Dezember 2016.

Herr Umwelt- und Landwirtschaftsminister Rupprechter, wissen Sie noch, was Sie wollen? Zuerst kämpfen Sie mit allen Mitteln, um aus Landwirten Energiewirte zu züchten, indem Sie per Gesetz die Beimischung von 7 Prozent Bio-Diesel verordnen und alle anderen Dieselqualitäten höher besteuern. Damit haben Sie und Ihre Vorgänger Hunderttausenden Bürgern und Autofahrern signalisiert, dass der Kauf von Dieselkraftfahrzeugen von der Politik gewollt und gerne gesehen ist, um nun denselben Bürgern, aber auch ÖVP-Wählern, kundzutun, dass Sie das „Dieselprivileg“ abschaffen wollen. Haben Sie jegliches Gefühl für soziale Verantwortung verloren? Sind Sie sich bewusst, was das für eine Teuerungswelle für alle Produkte des täglichen Gebrauchs auslöst? Abgesehen vom Ausfall der Einnahmen aus der Mineralölsteuer und dem Tanktourismus sollten Sie die Hausaufgabe in Ihren Reihen machen. Die Feinstaubbelastung aus den von Ihnen mit viel Steuermitteln geförderten Biomasse-Heizwerken sollte Ihnen Anlass zu Besorgnis geben. Immerhin wird die Luft bei der Verbrennung von Holz (PM 2,5 und PM 10) um ein Vielfaches mehr belastet als mit einer modernen Ölheizung. Aber vielleicht wollen Sie in ein paar Jahren ja auch die Biomasse-Heizwerke im Land von Hörbranz bis Lech aus demselben Grund wie jetzt die Dieselfahrzeuge verbieten?

Egon Reiner,

Hauptstraße,
Höchst