Schicksal bewegt noch immer

Sport / 28.12.2016 • 19:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bild aus dem Jahre 2012, als Michael Schumacher seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt gab. Foto: ap
Bild aus dem Jahre 2012, als Michael Schumacher seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt gab. Foto: ap

Schumacher-Skiunfall jährt sich zum dritten Mal. Pikantes Foto sorgt derzeit für Wirbel.

Schwarzach. 307 gefährliche Formel-1-Rennen konnten dem siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher nichts anhaben. Am 29. Dezember 2013 brachte ein simpler Stein in den Bergen von Méribel Schumachers Skihelm zu Bruch. Der Deutsche erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Der exakte Gesundheitszustand des in wenigen Tagen (3. Jänner) 48-Jährigen ist nach wie vor nicht bekannt, bleibt tabu, da Schumacher von seiner Familie von der Öffentlichkeit komplett abgeschirmt wird.

Kein öffentliches Interesse

Das private Anwesen am Genfer See im schweizerischen Gland ist Sperrgebiet. Dennoch soll jetzt ein pikantes Foto eines Paparazzo entstanden sein, das Michael Schumacher im Krankenbett zeigen soll. Das Foto soll mehreren Medien für eine Million Euro angeboten worden sein.

Doch sämtliche Verlagshäuser lehnten aus Pietätsgründen sowie aus Angst vor Millionenklagen ab. Die Staatsanwaltschaft Offenburg bestätigte, dass diesbezüglich Ermittlungen aufgenommen, jedoch wieder eingestellt worden waren, da der Fotograf namentlich nicht bekannt wäre.

Schumachers langjährige Managerin Sabine Kehm erklärte abermals, „dass Michaels Gesundheit kein öffentliches Thema ist und man sich dazu weiterhin nicht äußert, weil wir die Privatsphäre von Michael so weit wie möglich schützen müssen“. Die letzte Meldung zum Gesundheitszustand von Schumi kam im November von Ex-Ferrari-Technikchef Ross Brawn. Der langjährige Schumacher-Freund sagte in einem BBC-Interview: „Es ist schwierig für mich, viel zu sagen, ohne die Privatsphäre der Familie zu verletzen. Was ich sagen kann: Es gibt viele Gerüchte und die meisten davon sind falsch. Wir beten und hoffen jeden Tag, dass wir weiterhin Fortschritte und eines Tages einen Michael, der sich von seinen schrecklichen Verletzungen erholt hat, sehen werden.“

Mehreren seriösen Berichten zufolge soll Schumacher nicht gehen können. Ergo heißt das nichts anderes, als dass er ein Pflegefall ist oder sich höchstens im Rollstuhl fortbewegen kann. Vor wenigen Tagen hat das Management einen neuen Michael-Schumacher-Facebook- und Instagram-Auftritt eingerichtet, wo sich Fans austauschen können. Nach wenigen Tagen zählte die neue Fanseite weltweit bereits mehr als eine Million Abonnenten.

Hoffnung besteht immer

Denn Schumacher ist und bleibt eine Ikone, einer der erfolgreichsten Sportler der Welt. „Ich hoffe, dass wir dem Michael ein bisschen positive Energie schicken. Dass wir ihm zeigen, dass die Leute nicht vergessen, dass er noch ein Idol für viele ist“, sagte Basketball-Superstar Dirk Nowitzki im Sommer bei einem Benefizspiel zu Ehren Schumachers, zu dem 24.822 Zuschauer ins Stadion des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 gekommen waren.

Schumacher-Kumpel Sebastian Vettel, viermaliger Formel-1-Weltmeister, sprach in einem Interview zusammen mit Nowitzki von einem brutalen Schicksal. „Aber die Hoffnung besteht immer. Wer ihn aus seiner aktiven Zeit kennt, weiß, dass Michael ein Kämpfer ist. Wenn einer es schafft, das Ruder herumzureißen, dann er.“ Man dürfe nicht aufhören, daran zu glauben.

Zur Person

Michael Schumacher

25 Jahre sind seit seinem Debüt in der Formel 1 vergangen.

Geboren: 3. Jänner 1969 in Hürth-Hermühlheim

Familienstand: verheiratet mit Corinna, zwei Kinder (Sohn Mick/Tochter Gina)

Rennställe: Mercedes (2010 bis 2012), Ferrari (1996 bis 2006), Benetton (1991 bis 1995), Jordan (1991)

Grand-Prix-Debüt: 25. August 1991
GP Belgien

Gran-Prix-Starts: 308

Erster Grand-Prix-Sieg: 30. August 1992 GP Belgien

Grand-Siege: 91

Podiumsplätze: 155

Pole Positions: 68

Größte Erfolge: Weltmeister 1994, 1995 und von 2000 bis 2004