Shiffrin trotzt Schnee und Wind

Sport / 28.12.2016 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mikaela Shiffrin hatte am Semmering in der knappen RTL-Entscheidung das bessere Ende für sich. Foto: ap
Mikaela Shiffrin hatte am Semmering in der knappen RTL-Entscheidung das bessere Ende für sich. Foto: ap

Die Amerikanerin gewann engen Riesentorlauf am Semmering – Brunner Fünfte.

Semmering. Mikaela Shiffrin hat am Semmering nachgelegt. Der Ski-Star aus den USA entschied auch den zweiten Riesentorlauf auf dem Zauberberg für sich, holte damit den zweiten Sieg in zwei Tagen. Dahinter landete bei heftigem Schneefall und Wind die Französin Tessa Worley. Mit Stephanie Brunner auf Platz fünf und Ricarda Haaser als Zehnte kamen zwei Österreicherinnen in die Top-Ten. Anna Veith wurde 25.

„Ein spezielles Gefühl“

Shiffrin hatte bei ihrem 25. Weltcup-Sieg 0,15 Sekunden Vorsprung auf Worley und lag 0,18 vor Viktoria Rebensburg. Im Gesamtweltcup vergrößerte die 21-Jährige den Abstand zu Lara Gut, die diesmal Sechste wurde. Die Schweizerin liegt nun bereits 115 Punkte hinter Shiffrin. „Es war ein guter Tag. Ich bin happy. Ich weiß nicht recht, was ich sonst sagen soll“, freute sich Shiffrin über ihre erneute Glanzleistung. Wie am Dienstag bestätigte sie ihre Halbzeit-Führung in der Entscheidung, bei schlechter Sicht reichte dazu die elftbeste Laufzeit. „Ich bin glücklich, wieder einen Riesentorlauf gewonnen zu haben. Vor zwei Tagen habe ich mich gefragt, ob ich je wieder einen Riesentorlauf gewinnen werde, jetzt habe ich drei Siege. Das ist wirklich ein spezielles Gefühl, das ich jetzt habe.“

Der Schlüssel zu ihrer verbesserten Form im Riesentorlauf liegt hauptsächlich im Kopf, sagte Shiffrin. Vor den Semmering-Rennen habe sie probiert, den perfekten Lauf zu fahren. Nun konzentriere sie sich darauf, was sie könne. „Wahrscheinlich sind einige der Mädchen bessere Riesentorlauf-Fahrerinnen als ich, aber wenn ich wirklich gute Kurven fahre, denke ich, dass ich gewinnen kann. Ich gebe einfach das, was ich in mir habe, probiere nicht, etwas Spezielles zu machen, und versuche Spaß zu haben“, erklärte Shiffrin, die heute im Nachtslalom den Hattrick am Semmering anstrebt.

Brunners Verhältnisse

Für Brunner bedeutete Platz fünf die zweitbeste Platzierung in diesem Winter. Zum Saisonauftakt war sie in Sölden Vierte gewesen. „Ich mag so etwas, wenn keine Bodensicht ist und es schneit“, kommentierte die Tirolerin die nicht unproblematischen Verhältnisse. „Oben hab’ ich wieder probiert in die Hocke zu gehen. Unten hab’ ich mir gedacht, es sind ein bisschen unruhige Schläge drinnen, da muss ich einfach gut drüberfahren. Das ist mir halbwegs gelungen.“ Haaser stellte ihr bestes Weltcup-Ergebnis ein. Die 23-Jährige war schon im März 2016 in der Lenzerheide-Kombination auf Platz zehn gefahren. „Es ist eine super Steigerung da“, meinte Haaser. „Man hat schon kämpfen müssen. Ich bin zufrieden.“ Elisabeth Kappaurer schaffte als 37. die Qualifikation für Lauf zwei nicht, hatte bei ihrem Lauf mit einer beschlagenen Brille und schlechter Sicht zu kämpfen.

Ich probiere nichts Spezielles, ich versuche, Spaß zu haben.

Mikaela Shiffrin

Ski alpin

Damen, gesamt (14)

1. Mikaela Shiffrin (USA) 698

2. Lara Gut (SUI) 583

3. Ilka Stuhec (SLO) 495

4. Sofia Goggia (ITA) 467

5. Tessa Worley (FRA) 463

6. Tina Weirather (LIE) 367

7. Wendy Holdener (SUI) 300

8. Petra Vlhova (SVK) 254

9. Nina Löseth (NOR) 251

10. Marta Bassino (ITA) 223

16. Michaela Kirchgasser (AUT) 192

21. Stephanie Brunner (AUT) 143

23. Cornelia Hütter (AUT) 131

26. Stephanie Venier (AUT) 123

32. Christine Scheyer (AUT) 106

33. Mirjam Puchner (AUT) 104

34. Katharina Truppe (AUT) 103

38. Nicole Schmidhofer (AUT) 92

43. Ramona Siebenhofer (AUT) 82

Riesentorlauf (5)

1. Tessa Worley (FRA) 400

2. Mikaela Shiffrin (USA) 365

3. Lara Gut (SUI) 250

4. Marta Bassino (ITA) 205

5. Sofia Goggia (ITA) 185

6. Stephanie Brunner (AUT) 143

7. Ana Drev (SLO) 142

8. Manuela Mölgg (ITA) 132

9. Tina Weirather (LIE) 128

10. Nina Löseth (NOR) 124

14. Michaela Kirchgasser (AUT) 100

21. Ricarda Haaser (AUT) 61

22. Katharina Truppe (AUT) 56

32. Rosina Schneeberger (AUT) 22

34. Bernadette Schild (AUT) 15

42. Anna Veith (AUT) 6

43. Eva-Maria Brem (AUT) 5

Mannschaft Damen (14)

1. Italien 1800

2. Schweiz 1587

3. Österreich 1356

4. USA 1092

5. Frankreich 763

Nationencup (27)

1. Österreich 3195

2. Italien 2935

3. Schweiz 2442

4. Frankreich 2183

5. Norwegen 2135