Wichtige Hilfe vor Ort rettet Leben

Vorarlberg / 28.12.2016 • 18:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Pfarrer Franz Winsauer (M.) mit Joe Fritsche (r.) und Dieter Reimers von Stunde des Herzens sammeln wieder für Albanien.  Foto: MEZ
Pfarrer Franz Winsauer (M.) mit Joe Fritsche (r.) und Dieter Reimers von Stunde des Herzens sammeln wieder für Albanien. Foto: MEZ

Vorarlberger Albanienhilfe von Pfarrer Franz Winsauer aus Dornbirn braucht dringend wieder Mehl-Spenden.

Bludenz, Dornbirn. (mez) Hilfe für die Ärmsten der Armen. Betreuung vor Ort. Seit mittlerweile 25 Jahren macht Pfarrer Franz Winsauer mit seiner Vorarlberger Albanienhilfe genau das und sorgt damit dafür, dass die vergessenen Menschen im Herzen von Europa in ihrer Heimat Albanien überleben können. Und damit nicht flüchten müssen.

Engel der Armen

Frieren, hungern, sterben – das sind die düsteren Aussichten für Tausende Familien in Albanien. Mitten in Europa herrscht in Albanien weiter große Armut. Die Arbeitslosigkeit beträgt etwa 95 Prozent, die größte Not herrscht vor allem in Bergregionen wie im Bezirk Mirdita. „Es gibt keine Arbeit, keine Aufgabe, keine Perspektiven“, sagt der unermüdliche Kämpfer Franz Winsauer. Seit 1991 engagiert sich der über 80-jährige Pfarrer aus Dornbirn mittlerweile für das Armenhaus Europas und ist längst zum Engel der Armen geworden. Am Ziel ist er aber noch lange nicht. Zu groß ist die Not nach wie vor. „Der kalte und lange Winter hat begonnen. Die härteste Zeit im Jahr. Jetzt geht es ums nackte Überleben. Vor allem für Kinder. Sie sind die Ersten, die sterben. Erbärmlich verhungern“, weiß Winsauer, der mehrmals pro Jahr selbst vor Ort ist.

Vieles wurde in den vergangenen Jahren mit tatkräftiger Unterstützung aus Vorarlberg erreicht. Angefangen von Schulprojekten, über Arbeits- und Wasserversorgungsprojekte bis hin zu medizinischer Betreuung oder selbst dem Einsatz von Pfadfindern – die Hilfe ist sehr breit gefächert. „Aber immer noch zu wenig“, sagt Winsauer. Wenngleich es immer wieder Erfolgserlebnisse gibt. Wie die Tatsache, dass von den rund 300 ständig betreuten Familien mit etwa 1000 Menschen in den vergangenen Jahren niemand als Flüchtling neue Perspektiven gesucht hat. „Das zeigt, wie wichtig die Betreuung vor Ort ist“, so Winsauer.

40 Tonnen Mehl braucht die Albanienhilfe auch heuer wieder, um Hunderten Familien mit einer täglichen Wasser-Mehl-Suppe wenigstens das Überleben sichern zu können.

Infos zum Albanienprojekt unter Tel. 0 55 72/2 24 19 oder unter
www.projekt-albanien.at