„Aufdecker werden auf primitivste Art behandelt“

Leserbriefe / 29.12.2016 • 17:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der VGT – Verein gegen Tierfabriken – bemüht sich seit über 20 Jahren, durch Aktivitäten und Recherchen das Tierleid der sogenannten „Nutztiere“ zu verringern. Aufgrund der Initiativen des Vereins wurden österreichweit viele Missstände aufgedeckt und Veränderungen auch in der Gesetzgebung zum Wohle der Tiere herbeigeführt. Österreich hat zwar ein Tierschutzgesetz, das international gesehen sehr weit oben rangiert, aber es gibt noch einiges zu verbessern, um mit der Schweiz oder Schweden mithalten zu können. Wir sind uns sicher, dass das auch im Sinne der Konsumenten ist. Wenn die Tiere schon ihr Leben lassen müssen, um den Menschen einen Gaumenkitzel zu bereiten, dann sollen sie wenigstens nicht leiden müssen. Der Weg in den Schlachthof und die Schlachtung selbst sind schon schlimm genug. Aber in welchem Land leben wir, wenn Aktivisten krankenhausreif geschlagen und bedroht werden? Statt ehrlich und anständig seinem Gewerbe nachzugehen, werden die Konsumenten betrogen und die Aufdecker auf primitivste Art behandelt. Wenn man vor Menschen nicht haltmacht, wie muss es dann erst den Tieren in den Händen dieser Personen gehen? Die todgeweihten Schweine, Rinder, Schafe können sich nicht wehren, sie können keine Medien und keine Gerichte einschalten, sie sind diesen Metzgern und Viehhändlern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Elisabeth Außerer, Obfrau Tierschutzverein Dornbirn,

Bickweg, Dornbirn