Die Rote Liste: Welche Tiere aufatmen können

Welt / 29.12.2016 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bestände der Riesenpandas haben sich erholt. In freier Natur wurden knapp 20 Prozent mehr Pandas gezählt als noch 2004. Foto: AFP
Die Bestände der Riesenpandas haben sich erholt. In freier Natur wurden knapp 20 Prozent mehr Pandas gezählt als noch 2004. Foto: AFP

Auch in der Tierwelt gab es im Jahr 2016 Gewinner und Verlierer.

Berlin. Tiere werden illegal abgeschossen oder ihre Lebensräume zum Baugebiet erklärt: Bestände etlicher Arten weltweit schrumpfen. Rund 24.000 Tier- und Pflanzenarten sind nach Daten der aktuellen Roten Liste nachweislich vom Aussterben bedroht. Untersucht wurden für diese Liste 110.000 Arten. Die Umweltstiftung WWF warnt: Seit 1970 sind die Tierbestände weltweit um knapp 60 Prozent zurückgegangen. Der Mensch verursache gerade „das größte globale Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier“. Es gibt aber auch Lichtblicke.

Gewinner und Verlierer

Gute Nachrichten gibt es für die Riesenpanda-Bestände. Sie haben sich erholt. Die Art wurde auf der Roten Liste heruntergestuft und ist statt „stark gefährdet“ jetzt noch „gefährdet“. Laut WWF wurden in freier Natur zuletzt 1860 Pandas gezählt, knapp 20 Prozent mehr als noch 2004. Da in der Antarktis nach einem Übereinkommen von 2016 das größte Meeresschutzgebiet der Welt entsteht, können auch die Pinguine aufatmen. Zudem zählen Wölfe, Rotfeuerfische und Tibetantilopen zu den diesjährigen Gewinnern.

Zu den Verlierern des Jahres zählen neben den Feldhamstern sowie Wald- und Wiesenvögeln die Menschenaffen. Mit der Hochstufung des Östlichen Gorillas auf der Roten Liste sind nun vier der sechs großen Arten nur noch einen Schritt von ihrer Auslöschung entfernt, darunter Orang-Utans.

Auch die Zahl der Elefanten schrumpft weltweit. Laut WWF wird derzeit pro Jahr im Schnitt alle 30 Minuten ein Elefant illegal abgeschossen, das Elfenbein landet in Asien auf dem Schwarzmarkt. Ebenfalls von Wilderern bedroht sind Giraffen. Nach Angaben der Weltnaturschutz­union sind binnen 30 Jahren knapp 40 Prozent des Bestands verschwunden. Zwar gelten Haie als Bedrohung, manche sind aber selbst bedroht, so wie Walhaie und Vaquitas – die kleinsten Haie der Welt. Beide verenden immer wieder als Beifang in Fischernetzen.