Gemobbte Männer beißen eher durch

Markt / 29.12.2016 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Männer, die Mobbing ausgesetzt sind, haben weniger Chancen, befördert zu werden.
Männer, die Mobbing ausgesetzt sind, haben weniger Chancen, befördert zu werden.

MOBBING. Laut einer in Dänemark durchgeführten Studie gaben sieben Prozent der Befragten an, dass sie Mobbing ausgesetzt sind. 43 Prozent der Betroffenen waren Männer, das Problem betrifft die Geschlechter in vergleichbarem Ausmaß. Doch während gemobbte Frauen oft zu Antidepressiva greifen oder sich in lange Krankenstände flüchten, versuchen es Männer offenbar mit Durchbeißen. „Männer, die gemobbt werden, gehen auch eher als Frauen zur Arbeit, obwohl sie eigentlich krank sind“, erklärt Tine Mundbjerg Eriksen, Wirtschaftsprofessorin in Aarhus. Schlussendlich führt Mobbing bei männlichen Opfern jedoch doppelt so häufig dazu, dass sie für eine Weile komplett aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Davor scheinen gemobbte Männer beim Gehalt das Nachsehen zu haben. „Das Mobbing kostet sie anscheinend Chancen zu Gehaltserhöhungen oder Beförderungen“, meint Eriksen. Die Studie hat zudem ergeben, dass männliche Mobbing-Opfer eher mit wirklich physischer Einschüchterung konfrontiert werden. Persönliche oder arbeitsbezogene Angriffe sind indes ebenso häufig wie bei Frauen.