Mitleuchten am Sternenhimmel

Markt / 29.12.2016 • 18:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Charlotte Maria Hirt (M): „Lehrlinge sind unsere Zukunft – sie sind unsere Sterne!“ Foto: Hirschen
Charlotte Maria Hirt (M): „Lehrlinge sind unsere Zukunft – sie sind unsere Sterne!“ Foto: Hirschen

„Lehrlinge sind unsere Sterne“, sagt Charlotte Hirt vom Restaurant „Hirschen“ in Dornbirn.

Christine Mennel

Mit welchen Stärken meistern Sie Ihren Job?

Hirt: Mit fachlicher und sozialer Kompetenz, Freude am Beruf und in Verbindung mit Spaß und Konsequenz, jungen Menschen das Berufsbild zu vermitteln.

Sie sind seit 2000 mit Übernahme des elterlichen Betriebes Ausbilderin. Wie gut fühlen Sie sich damit?

Hirt: Immer besser. Es ist auch für den Ausbilder ein Lernprozess. Man wächst in die eigene Fortbildung und den täglichen praktischen Umgang in die Rolle hinein.

Wie würden Sie Ihre Arbeit
mit den Jugendlichen beschreiben?

Hirt: Jeder Lehrling bringt eine andere Persönlichkeit und andere Voraussetzungen mit. Es ist ein Entwicklungsprozess, der durch offene Gespräche, Geduld und fachliche Begleitung täglich aufs Neue eine Herausforderung ist.

Wie gewinnen Sie den „Kampf um Talente“?

Hirt: Wir haben Glück, dass die meisten Lehrlinge über Empfehlung oder soziale Netzwerke zu uns kommen. Natürlich wird es immer schwieriger, doch unsere Aufgabe ist es, das Berufsbild in der Tourismusbranche aufzuwerten und zu überdenken. Jeder ist gefordert. Lehrlinge sind unsere Zukunft – sie sind unsere Sterne!

Die Erwartungshaltung besonderer Talente steigt. Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich mit Ihren Lehrlingen gemacht?

Hirt: Ich freue mich und bin stolz, wenn wir Talente fördern dürfen, somit stärken wir unsere Branche und positionieren umso mehr Österreich/Vorarlberg als Tourismus- und Wirtschaftsland. Ansprüche darf man stellen, wenn langfristig eine Win-Win-Beziehung entsteht.

Muss man die Besten heute „bei Laune“ halten?

Hirt: Natürlich, wir müssen die Mitarbeiter und auch unsere Gäste täglich bei Laune halten, um langfristige Beziehungen aufzubauen und zu stärken. Wichtig ist es, die Mitarbeiter in das Gesamtkonzept zu integrieren. Die Mitarbeiter sollten verstehen, dass Sie die tragenden Säulen eines Betriebes sind und Wesentliches beitragen, damit wir wettbewerbsfähig sein können.

Thema Mitarbeiterbindung: Womit können Sie punkten?

Hirt: Voraussetzung ist ein respektvoller Umgang mit Einbezug der sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnisse beiderseits. Wir honorieren die fachliche und menschliche Kompetenz, fördern die Verantwortung und Selbstständigkeit und führen regelmäßige Gespräche.

Warum sind Sie ein „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“?

Hirt: Wir haben das erste Mal teilgenommen, da wir über die Leistungen unserer Lehrlinge sehr erfreut sind und sie gerne bei uns arbeiten. Manche wollen nach ihrer Lehre bleiben oder kommen nach Wanderjahren wieder zurück.

Wie bleiben Sie ein guter Arbeitgeber?

Hirt: „Am Ball bleiben!“ Ein aufmunterndes Lächeln oder ein ehrliches Danke aussprechen sagt oft mehr als tausend Worte.

Was sind die Wünsche der Lehrlinge und welche des Ausbilders?

Hirt: Die Jugendlichen wünschen sich Akzeptanz, positive Bezugspersonen und die Übernahme von Verantwortung. Als Vorgesetzte wünsche ich mir von den Lehrlingen eine positive Ausstrahlung, gute Umgangsformen, Pünktlichkeit und ausbaufähiges Entwicklungspotenzial, denn die meisten Lehrlinge sind sofort mit dem Gast in Kontakt und vermitteln somit einen ersten Eindruck des Betriebes.

Zur Person

Charlotte Maria Hirt

Ausbildung: Matura, Hotelfachschule

Laufbahn: diverse Hotelpraktika im In- und Ausland, 2000 Übernahme des elterlichen Betriebes in der dritten Generation

Familie: verheiratet mit Erwin (Küchenchef), eine Tochter (im Hotelfach tätig)

Hobbys: Pilates, Wandern, Skifahren, Lesen

Homepage Firma: www.hotel-hirschen.at